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Trainingsschwünge früher als erwartet

Anna Veith hat am Dienstag erstmals seit fünfwöchiger Pause und Konzentration auf das Krafttraining wieder Schwünge in den Schnee gezogen. Die 27-jährige Salzburgerin schnallte auf der steirischen Reiteralm erstmals wieder die Ski an. Ein Anzeichen für ein baldiges Comeback ist das jedoch nicht. Die Rückkehr auf die Weltcup-Pisten wird es wohl erst nach Weihnachten geben.

Die zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin hatte bereits im Juni erstmals ihre Ski angeschnallt, sich danach aber wieder verstärkt auf ihren Aufholbedarf in Sachen Kondition konzentriert. Ihre Schwünge auf der Reiteralm seien nun eine willkommene Abwechslung dazu. „Es ist für mich so, dass ich es nur im Kondi-Training einbaue, damit ich nicht das Gefühl verliere, wenn ich zu lange nicht auf Schnee bin“, sagte Veith im ORF-Interview.

Es läuft noch nicht nach Wunsch

Trotz der zufriedenstellenden Schwünge auf der Reiteralm wollte Veith von einem baldigen Comeback vor Weihnachten nichts wissen. „Das Comeback ist noch ganz, ganz weit weg. Ob Ende Dezember oder Anfang Jänner kann ich derzeit nicht sagen“, so die 27-Jährige, „es taugt mir, dass ich wieder fahre, aber es ist noch ganz weit weg von dem, was ich mir wünsche. Ich muss erst die Sicherheit wieder bekommen, damit ich mit wieder traue, Rennen zu fahren.“

Veith trainiert wieder

Während Österreichs Damen sich auf die Rennen in Nordamerika vorbereiten, gibt es von Anna Veith positive Nachrichten: Die zweifache Gesamt-Weltcupsiegerin trainiert wieder auf Schnee.

Die Chancen, dass Veith vielleicht doch noch früher als angekündigt in den Weltcup zurückkehrt, sind nach dem lockeren Training allerdings gestiegen. Denn beim Weltcup-Auftakt in Sölden hatte Veith noch davon gesprochen, sich frühestens im Dezember wieder auf Ski zu stellen. Zumindest diesem Zeitplan war sie nun voraus. Überstürzen will die Salzburgerin aber nichts. Ihr großes Ziel bleibt die WM 2017 in St. Moritz. Dort verteidigt Veith die unter ihrem Mädchennamen Fenninger 2015 errungenen Titel im Super-G und Riesentorlauf.

Die Gesamtweltcup-Siegerin von 2014 und 2015 hat seit dem Frühjahr 2015 keine Rennen mehr bestritten. Veith hatte sich am 21. Oktober 2015 bei einem Trainingssturz auf dem Rettenbachferner in Sölden im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne gerissen und damit die gesamte vergangene Saison versäumt. Im Juni dieses Jahres versuchte sie es erstmals wieder mit Skifahren.

Saisonende für Thalmann

Ein Comeback des ÖSV-Aushängeschilds bei den Damen in der jüngeren Vergangenheit wäre Balsam für das von Verletzungen geplagte Team. Nach RTL-Weltcup-Siegerin Eva-Maria Brem mussten die Damen am Montag den nächsten Ausfall verkraften. Slalom-Spezialistin Carmen Thalmann erlitt beim Training in Copper Mountain einen Kreuzbandriss im linken Knie und fällt für die restliche Saison aus. Beim ersten Slalom der Saison in Levi war die Kärntnerin als Zehnte beste Läuferin gewesen.

„Ich habe die gleiche Verletzung bereits auf dem anderen Knie gehabt und weiß, wie die kommenden Tage und Wochen ablaufen. Ich möchte meinem Körper die Ruhe geben, die er jetzt braucht, um wieder schnell fit zu werden. Ich werde trotz der schweren Verletzung versuchen, das Positive aus der Situation rauszuholen, und hoffe, dass ich stärker wieder zurückkomme“, so Thalmann in einer Aussendung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

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