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Spiel gegen Colorado gedreht

Andreas Ivanschitz und die Seattle Sounders haben sich am Dienstag (Ortszeit) im Finale der Western Conference der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) mit einem 2:1-Heimsieg über die Colorado Rapids eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Finale geschaffen.

Der 33-jährige ehemalige ÖFB-Teamkapitän wurde bei seinem ersten Einsatz nach seiner am 23. Oktober erlittenen Knieverletzung in der 78. Minute eingewechselt und gab zwei Torschüsse ab. Das Siegestor vor 42.700 Zuschauern erzielte Nicolas Lodeiro nach einem an ihm verursachten Elfmeter in der 61. Minute.

Nicolas Lodeiro (Seattle Sounders) jubelt

APA/AP/Ted S. Warren

Nicolas Lodeiro hielt die Finalhoffnung der Sounders am Leben

Kevin Doyle hatte Colorado bereits in der 13. Minute in Führung gebracht, die Jordan Morris, „Rookie of the year“ in der MLS, jedoch bereits sechs Minuten später wieder ausgleichen konnte. Das Rückspiel findet am Sonntag in Commerce City in Colorado statt.

Aufschwung unter neuem Trainer

Für Seattle wäre der Einzug ins Endspiel bereits der größte Erfolg der Clubgeschichte. Bisher scheiterte der Verein zweimal im Halbfinale an LA Galaxy. Die Sounders hätten damit den perfekten „Turn-around“ geschafft. Als Ende August Trainer Sigi Schmid durch Brian Schmetzer ersetzt wurde, lag das Erreichen der Play-offs noch in weiter Ferne. Erst am letzten Tag des Grunddurchgangs sicherten sich die Sounders den Einzug in die „Postseason“.

Andreas Ivanschitz (Seattle Sounders) mit Teamkollegen

APA/AP/Ted S. Warren

Ivanschitz (2. v. r.) feierte im Regen von Seattle den Sieg im ersten Halbfinale

Im zweiten, rein kanadischen Halbfinale konnten die Montreal Impact das Hinspiel gegen Toronto FC mit 3:2 gewinnen. Dominic Oduro (10.), Matteo Mancuso (12.) und Ambroise Oyongo (53.) brachten Montreal vor 61.000 Zuschauern im Olympic Stadium klar in Führung. Jozy Altidore (68.) und Michael Bradly (73.) verkürzten jedoch für die Gäste, die sich damit wieder Hoffnung auf das Rückspiel am 30. November verschafften.

Zu kleiner Strafraum in Montreal

Nach einem ungewöhnlichen Fehler hatte die Partie mit einer 40-minütigen Verspätung begonnen, denn der Strafraum war zu klein bemessen worden. Kurz vor Anpfiff war den Schiedsrichtern aufgefallen, dass die Strafraumlinie etwa zwei Meter zu nah an der Grundlinie verlief. Die Markierung wurde daraufhin mit grüner Farbe übersprüht und anschließend mit weißer Farbe eine neue Linie gezogen.

„Das ist uns ein wenig peinlich. Das ist eindeutig unser Fehler, das hätte nicht passieren dürfen“, sagte Impact-Besitzer Joey Saputo. Wegen des großen Zuschauerinteresses war Montreal von seiner angestammten Heimat in das mit einem Kunstrasen ausgestattete Olympiastadion umgezogen. Der bei Montreal eingetauschte Altstar Didier Drogba (38 Jahre) gab nach dem Spiel bekannt, dass er Impact nach dieser Saison verlassen werde.

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