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Freund gewinnt zweites Ruka-Springen

Manuel Fettner hat am Samstag als Dritter in Ruka den zweiten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere erreicht. Knapp sechs Jahre nach einem dritten Rang in Oberstdorf im Dezember 2010 stand der 31-jährige Tiroler neben dem deutschen Sieger Severin Freund und dem Norweger Daniel Andre Tande auf dem Stockerl.

Freund, der 11,6 bzw. 17,3 Punkte vor Tande und Fettner gewann, führt nach seinem zweiten Rang am Vortag im Gesamtweltcup, Fettner ist hinter Vortagssieger Domen Prevc Dritter. Der 17-jährige Slowene musste sich am Samstag mit dem 13. Platz begnügen. Insgesamt vier Österreicher landeten im zweiten Saisonbewerb in den Top Ten. Stefan Kraft wurde 1,5 Zähler hinter Fettner Vierter, Andreas Kofler und Michael Hayböck belegten die Plätze sechs bzw. zehn.

Podestplatz für Fettner

Manuel Fettner hat in Ruka beim zweiten Bewerb der Skispringer als Dritter für den ersten Podestplatz des Jahres gesorgt. Der Sieg ging souverän an Severin Freund.

„Es war ein richtig cooler Tag“

Doppelstaatsmeister Fettner gelang es, seine gute Form von der Matte auch auf Schnee auszuspielen. Nach guten Trainingsleistungen wurde er am Freitag beim Saisonauftakt Vierter, 24 Stunden später gelang der Sprung auf das Stockerl. „Es war ein richtig cooler Tag. Ich konnte mich im zweiten Durchgang steigern, obwohl ich mir zuerst gedacht habe, ‚das war zäh‘“, sagte Fettner im ORF-Interview nach Sprüngen auf 136 und 133,5 Meter.

Manuel Fettner

AP/Martti Kainulainen

Mit den Plätzen vier und drei gelang Fettner ein guter Saisonstart

Auch der sechstplatzierte Kofler (133,0/134,5 m) bewies seine Steigerung erneut im Wettkampf. „Ich komme immer besser rein. Ich habe wieder Vertrauen und Freunde gefunden, und die Freude gibt Kraft“, betonte der Ex-Tournee-Sieger. Im vergangenen Winter hatte er keinen einzigen Top-Ten-Platz geschafft, in Ruka, wo er schon zweimal gewonnen hatte (2010, 2011), gelang es ihm nun zweimal (8./6.)

Kuttin mit Team-Abschneiden zufrieden

Das Team-Abschneiden mit insgesamt vier Top-Ten-Plätzen stellte ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin durchaus zufrieden. „Der Podestplatz von Fettner ist eine tolle Sache. Schön, dass es schon bei der ersten Station geklappt hat“, sagte der Kärntner. „Das Selbstvertrauen der Athleten wächst.“ Podestplätze hatte man nach den Trainingsleistungen auch dem ÖSV-Topduo Kraft (140,5/128,5 m) und Hayböck (127,5/134,0 m) zugetraut. Doch keiner der beiden schaffte zwei starke Sprünge.

„Der zweite Versuch war leider wieder nichts“, sagte Kraft, der bei schwierigen und wechselnden Windbedingungen auch nicht das Glück auf seiner Seite hatte. Sein Zimmerkollege meinte, er habe sich beim verpatzten ersten Sprung am Freitag einen Fehler eingehandelt. „Den rauszukriegen fällt im Wettkampf schwer“, sagte der Oberösterreicher. Er verbesserte sich immerhin im Finale neuerlich deutlich, diesmal vom 15. Platz.

Freund von Leistung in Ruka überrascht

Sieger Freund war im ersten Durchgang bei 146 Metern gelandet und bis auf einen Meter an den Schanzenrekord des rekonvaleszenten Gregor Schlierenzauer herangekommen. Dass es wenige Monate nach einer Hüftoperation schon mit den Plätzen zwei und eins klappte, überraschte auch den 28-Jährigen. „Ich kann es gar nicht glauben. Ich mag die Schanze hier sehr, da springe ich wirklich gut“, sagte der Bayer. Er sei aber nicht sicher, ob sein Niveau tatsächlich schon so hoch sei. „Das werden die nächsten Wochen zeigen.“

Samstag-Springen in Ruka

Endstand:
1. Severin Freund GER 146,0/138,0 290,6
2. Daniel Andre Tande NOR 131,5/139,0 279,0
3. Manuel Fettner AUT 136,0/133,5 273,3
4. Stefan Kraft AUT 140,5/128,5 271,8
5. Vincent Descombes Sevoie FRA 130,5/139,0 268,8
6. Andreas Kofler AUT 133,0/134,5 264,2
7. Peter Prevc SLO 129,5/135,5 261,4
8. Maciej Kot POL 140,5/124,0 261,2
9. Karl Geiger GER 133,0/131,0 260,6
10. Michael Hayböck AUT 127,5/134,0 256,1
11. Piotr Zyla POL 129,0/133,0 255,0
12. Jewgeni Klimow RUS 125,5/134,5 254,0
13. Domen Prevc SLO 131,5/128,5 247,4
14. Dawid Kubacki POL 128,0/124,5 243,0
15. Markus Eisenbichler GER 121,5/132,5 240,4
16. Richard Freitag GER 134,0/118,0 238,3
17. Roman Koudelka CZE 132,5/119,0 236,4
18. Daiki Ito JPN 123,5/127,5 236,0
19. Stephan Leyhe GER 122,0/131,0 233,4
20. Andreas Wellinger GER 122,0/128,5 230,1
21. Anders Fannemel NOR 132,0/114,5 223,3
22. Kamil Stoch POL 121,5/124,0 223,1
23. Simon Ammann SUI 123,0/117,5 213,9
24. Noriaki Kasai JPN 120,5/117,0 210,3
25. Kento Sakuyama JPN 119,5/118,5 205,9
26. Jarkko Määttä FIN 120,5/111,0 200,8
27. Lukas Hlava CZE 126,5/111,0 196,2
28. Ville Larinto FIN 118,5/114,0 194,9
29. Andreas Stjernen NOR 123,0/111,5 193,9
30. Jurij Tepes SLO 124,0/79,0 132,9
Nicht im Finale dabei u.a.:
34. Janne Ahonen FIN 114,5 96,7
48. Markus Schiffner AUT 94,5 47,5
Nicht für den Bewerb qualifiziert: Clemens Aigner (AUT)
Im ersten Durchgang disqualifiziert: Taku Takeuchi (JPN)

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