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„Unterscheiden nicht nach Geschlecht“

Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Novak Djokovic kann sich Deutschlands Tennislegende Boris Becker vorstellen, künftig auch eine Frau zu trainieren. „Ja, ich bin offen dafür. Beim Tennis unterscheiden wir nicht nach Geschlecht, sondern nach guten und weniger guten Spielern“, meinte er in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.

Eigentlich könne er sich nur vorstellen, Topspieler zu coachen. „Das Ziel muss sein: Grand Slams zu gewinnen und Nummer eins zu werden. Wenn jemand mit einem Viertelfinale zufrieden ist, bin ich der falsche Mann“, so Becker.

Boris Becker

APA/AFP/Miguel Medina

Becker gibt sich mit kleinen Zielen nicht zufrieden

Djokovic und sein Trainer Becker hatten am Dienstag nach insgesamt drei Jahren das Ende ihrer Zusammenarbeit verkündet. Becker sagte, ihm sei eine Vertragsverlängerung vorgelegen. „Ich hatte die Möglichkeit weiterzumachen und mir ein, zwei Wochen Bedenkzeit erbeten. Novak und ich hatten mehrere Gespräche und haben dann gemeinsam beschlossen, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden“, sagte er.

Teil der Djokovic-Familie

Becker fügte hinzu, dass ihm bei den Gesprächen mit Djokovic deutlich geworden sei, „dass seine Prioritäten nicht mehr zu 100 Prozent auf dem Tennisplatz lagen. Aber ich gehe davon aus, dass das im nächsten Jahr wieder anders sein wird.“ Auf jeden Fall habe er sich im Guten getrennt: „Wenn wir uns das nächste Mal sehen, werde ich ihn umarmen. Ich würde sagen, ich gehöre zur Familie“, sagte Becker. Der sechsfache Major-Sieger wird bei den Australian Open in Melbourne als TV-Experte arbeiten.

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