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Brunner kämpft sich auf Platz acht

Tessa Worley hat zum zweiten Mal in dieser Saison in einem Riesentorlauf zugeschlagen. Die französische Weltmeisterin von 2013 schnappte sich am Samstag den Sieg in Sestriere und stand damit zum zehnten Mal in ihrer Karriere in einem Weltcup-RTL auf der obersten Stufe des Podests. Sofia Goggia belegte mit 0,15 Sek. Rückstand auf die Siegerin Rang zwei, Dritte wurde Lara Gut aus der Schweiz.

Als beste Österreicherin belegte Stephanie Brunner den achten Platz. Die 22-jährige Tirolerin katapultierte sich dabei von Rang 14 nach dem ersten Lauf im zweiten Durchgang noch nach vorne. Katharina Truppe verpasste als Elfte die Top Ten nur um 14 Hundertstelsekunden, schaffte aber das bisher beste Ergebnis ihrer Karriere in einem Weltcup-Riesentorlauf.

Für die ÖSV-Damen ging jedoch die podestlose Durststrecke auch im achten Saisonrennen weiter. Zuletzt waren Österreichs Skiläuferinnen vor 32 Jahren in den ersten acht Rennen einer Saison ohne einen Platz auf dem Stockerl geblieben.

Französin dreht Klassement um

Worley, nach dem ersten Durchgang noch zeitgleich mit Gut mit 0,05 Sek. Rückstand auf die Halbzeitführende Mikaela Shiffrin (USA) auf Rang drei, fand im zweiten Durchgang die schnellste Linie auf dem selektiven Kurs und holte sich nach ihrem Erfolg im amerikanischen Killington Ende November ihren zweiten Sieg in Folge. Für Goggia reichte auch Laufbestzeit im zweiten Durchgang nicht zum Heimsieg. Gut fehlten am Ende 0,29 Sek. auf den Sieg.

Worley schnappt sich RTL in Sestriere

Die Siegerin beim Damen-RTL in Sestriere heißt Tessa Worley. Die Französin feierte knapp vor Sofia Goggia ihren zehnten Sieg in einem Weltcup-RTL. Beste Österreicherin wurde als Achte einmal mehr Stephanie Brunner.

„Es ist ein wunderbarer Tag. Die Piste, die Fans, alles war großartig. Ich habe meine beste Leistung abrufen können. Ich bin sehr glücklich“, sagte Worley im ORF-Interview. „Ich habe im Moment viel Spaß beim Skifahren, möchte aber noch mehr Spaß haben. Im zweiten Lauf habe ich mir gedacht, es ist ein neues Rennen. Es war nach dem ersten Durchgang so eng zwischen uns an der Spitze. Ich wusste, ich muss attackieren.“

Shiffrin und die nach dem ersten Lauf nur eine Hundertstelsekunde hinter ihr liegende Tina Weirather aus Liechtenstein hielten dem Druck in der Entscheidung ebenfalls nicht stand. Weirather musste sich am Ende mit einer Sekunde Rückstand auf die Siegerin mit Rang vier begnügen, Shiffrin fiel hinter die Italienerin Marta Bassino auf Rang sechs zurück. Im Gesamtweltcup liegt Shiffrin mit 398 Punkten nun nur noch acht Zähler vor Gut. Am Sonntag kann die Amerikanerin in ihrer Spezialdisziplin Slalom aber wieder davonziehen.

Brunner wieder „super happy“

Brunner hielt zum zweiten Mal in dieser Saison als beste Österreicherin die Fahne hoch. Von einem vierten Platz wie zum Auftakt in Sölden war die junge Tirolerin zwar ein Stück entfernt, mit einer beherzten Fahrt im zweiten Durchgang gelang der 22-Jährigen aber noch der Sprung in die Top Ten. „Ich wollte noch einmal einen soliden Lauf zeigen, und das ist mir gelungen“, sagte Brunner, „ich bin mit dem achten Platz super happy. Es geht weiter vorwärts.“

Damen-RTL in Sestriere Maribor

  • 1. Tessa Worley (FRA)
  • 2. Sofia Goggia (ITA)
  • 3. Lara Gut (SUI)

Einen Sprung nach vorne schaffte auch Katharina Truppe. Die erst 20-Jährige, nach dem ersten Lauf nur auf Rang 16 klassiert, holte mit Platz elf das beste RTL-Ergebnis ihrer Karriere. „Ich bin sehr, sehr glücklich. Natürlich hätte es noch etwas besser laufen können, aber ich bin sehr zufrieden“, sagte die Kärntnerin, die einen neunten Platz im Slalom von Lienz 2015 als bisher bestes Weltcup-Ergebnis zu Buche stehen hat.

Schild holt erstmals RTL-Punkte

Eine Premiere erlebte auch Bernadette Schild. Die Slalom-Spezialistin schaffte es im ersten Durchgang mit Startnummer 45 als 18. erstmals in ihrer Karriere in einem Riesentorlauf in die Entscheidung. Die Salzburgerin holte im zweiten Durchgang sogar zwei Plätze auf und als 16. zum ersten Mal im Weltcup RTL-Punkte. „Ich freue mich sehr. Ich war nach dem ersten Durchgang sehr überrascht, meine Trainingsleistungen im Riesentorlauf waren bisher so lala“, sagte Schild.

Weniger Grund zur Freude hatte Michaela Kirchgasser. Die 31-Jährige landete zwar nur zwei Plätze hinter Schild auf Rang 18, blieb aber erneut weit hinter ihren eigenen Erwartungen. „Der zweite Durchgang war zumindest im oberen Teil besser. Aber ich weiß nicht, warum es im Training lässige Schwünge sind, aber es im Rennen nicht funktioniert. Aber aufgeben werden wir höchstens einen Brief“, sagte die Salzburgerin.

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