Dopingverdacht gegen 31 russische Biathleten

Dem Internationalen Biathlonverband (IBU) liegt eine Liste mit 31 dopingverdächtigen Russen vor. Das sagte IBU-Präsident Anders Besseberg der dpa am Donnerstag. Unter ihnen seien auch aktive Sportler. Einige der Athleten seien schon gesperrt, andere hätten ihre Karriere beendet.

Die Liste, auf der auch international noch nicht aufgetretene Athleten aufscheinen, habe die IBU von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erhalten, sagte Besseberg der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ (Donnerstag-Ausgabe). Die IBU hatte unmittelbar nach der Veröffentlichung des zweiten McLaren-Reports eine fünfköpfige Expertengruppe aus fünf Nationen eingesetzt, um den Bericht und andere Dokumente der WADA im Zusammenhang mit den Enthüllungen über Doping unter russischen Athleten zu prüfen.

Ergebnisse vielleicht vor Weihnachten

„Aber das geht nicht über Nacht. Das ist keine einfache Aufgabe“, sagte Besseberg. „Das Wichtigste ist, dass wir alles absolut transparent darstellen.“ Die Kommission wollte ihre Arbeit am Donnerstag aufnehmen, der Weltverband könnte bereits am 22. Dezember erste Ergebnisse präsentieren, teilte der Verband mit.

Die IBU kündigte an, die Öffentlichkeit über ihre weitere Schritte auf ihrer Internetseite zu informieren. Die Namen der 31 Biathleten sollen vertraulich behandelt werden, bis endgültige Entscheidungen getroffen seien. Außerdem könnten die Junioren-WM im Februar und der Weltcup im März aus Russland in andere Länder verlegt werden, hieß es.