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Tottenham überholt ManCity

Tottenham Hotspur ist in der englischen Premier League gut in Schuss. Am Neujahrstag gewannen die Spurs auch ihr zweites Auswärtsspiel innerhalb von vier Tagen klar. Die Nordlondoner setzten sich am Sonntag spektakulär mit 4:1 beim FC Watford durch und überholten damit Manchester City in der Tabelle.

Die englischen Nationalspieler Harry Kane (27., 33.) und Dele Alli (41., 46.) erzielten die Tore für die überlegenen Spurs. Younes Kaboul konnte in der Nachspielzeit (93.) nur noch verkürzen. Das Österreicher-Duell zwischen Kevin Wimmer und Sebastian Prödl ging damit klar an Ersteren. Beide ÖFB-Innenverteidiger spielten durch. Hinter Arsenal, das am Abend einen 2:0-Heimsieg über Crystal Palace feierte, belegt Tottenham nun den vierten Platz.

Sebastian Prödl (Watford) und Son Heung-min (Tottenham Hotspur)

Reuters/Eddie Keogh

Für Sebastian Prödl und die „Hornets“ aus Watford gab es gegen Tottenham nichts zu holen

Am vergangenen Mittwoch hatte die Spurs-Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino schon mit 4:1 in Southampton gewonnen. Am kommenden Mittwoch steht nun das mit Spannung erwartete Topspiel gegen Tabellenführer FC Chelsea an der heimischen White Hart Lane an - ein richtungsweisendes London-Derby.

Arsenal siegt nach Giroud-Traumtor

Arsenal eroberte also zum Abschluss der 19. Runde den dritten Tabellenplatz. Gegen Crystal Palace erzielte der Franzose Olivier Giroud (17. Minute) am Sonntagabend ein Traumtor. Er beförderte den Ball nach einer halb hohen Hereingabe in seinen Rücken mit der Ferse aus etwa elf Metern Entfernung spektakulär, geradezu artistisch ins Tor. Einen ähnlichen Treffer hatte erst am Montag Henrich Mchitarjan für Manchester United erzielt. Für Arsenal traf dann noch Alex Iwobi (56.) zum 2:0-Endstand.

Guardiolas Weckruf ans eigene Team

Josep Guardiola, Trainer von Manchester City, appelliert indes angesichts sinkender Titelchancen an sein Team: „Wir müssen aufwachen, bereits in zwei Tagen haben wir ein weiteres Spiel“, so der Spanier nach dem 0:1 am Samstag bei Liverpool. ManCity liegt nun als Vierter zehn Punkte hinter Tabellenführer Chelsea, der Stoke mit 4:2 besiegte. „Wir müssen uns fokussieren und arbeiten, weil wir derzeit nicht über große Ziele nachdenken dürfen. Spiel für Spiel - sprecht nicht über große Dinge“, sagte Guardiola.

Nächster Gegner am Montag ist Burnley. Die Zeitung „Express“ stichelte nach der vierten Saisonniederlage: „Das ist nicht das, was Manchester City sich erwartet hat, als es den vermutlich besten Trainer der Welt engagiert hat.“ Zu schwarz wollte Guardiola die Situation zum Start ins neue Jahr aber auch nicht sehen. „Wir haben in Anfield gespielt und wir wussten, dass es schwierig wird“, sagte er. „Es sind immer noch mehr als fünf Monate, deshalb ist es zu früh, um sich zu große Sorgen zu machen. Wir haben noch sehr viel Zeit.“

Liverpool bleibt dran

Liverpool hat als Zweiter sechs Zähler Rückstand auf Chelsea, das seinen Erfolgslauf auf 13 Siege in Serie ausbaute. „Könnt ihr euch vorstellen, wie nervend es ist, wenn man 13 Spiele gewinnt und ein anderes Team liegt nur sechs Punkte zurück“, fragte Liverpool-Coach Jürgen Klopp nach dem Sieg. „Gegen City muss man für drei Punkte arbeiten. Wenn man gut genug ist, kann man sie bekommen - wir sind gut genug, das ist cool.“

Jubel von Liverpool-Trainer Jürgen Klopp mit seinem Spieler Georginio Wijnaldum

APA/AFP/Paul Ellis

Klopp durfte sich über einen gelungenen Jahresausklang freuen

„Es war der beste Weg, den ich mir vorstellen konnte, um das Jahr zu beenden“, sagte der Deutsche und fügte an: „Diese Liga ist unglaublich schwierig, aber wir dürfen jetzt nicht auf Chelsea schauen. Sie sind unglaublich stark und sie haben einen außergewöhnlichen Lauf.“ Seine Mannschaft tritt am Montag bei Sunderland an und könnte die Serie auf fünf Erfolge hintereinander ausbauen . Chelsea trifft am Mittwoch auswärts auf Tottenham.

Bolt gratuliert per Telefon

Manchester Uniteds Last-Minute-Sieg gegen Middlesbrough hat selbst Supersprinter Usain Bolt beeindruckt. Der neunfache Olympiasieger aus Jamaika rief nach dem 2:1 am Silvestertag in der Show des vereinseigenen TV-Senders an, um zu gratulieren. Nachdem „Usain aus Jamaika“ angekündigt wurde, fragte die Moderatorin zunächst erstaunt: „Da ist aber nicht Usain Bolt, oder?“ Der Anrufer bestätigte lachend: „Doch, hier spricht Usain Bolt.“

Der als ManUnited-Fan bekannte Sprinter sagte mit Blick auf den Sieg, den das Team erst durch zwei Tore in der Schlussphase fixiert hatte: „Sie sind zurückgekommen und haben Druck gemacht und sich durchgesetzt wie Manchester United.“ Es sei ein „großartiges Match“ gewesen. „Ich bin sehr glücklich darüber.“ Der 30-Jährige bestätigte später auf Twitter, dass er der Anrufer war und veröffentlichte ein Video der Szene.

Premier League

19. Runde

Freitag, 30. Dezember:
Hull City Everton 2:2
Samstag, 31. Dezember:
Leicester City * West Ham 1:0
Chelsea Stoke City ** 4:2
Manchester United Middlesbrough 2:1
Southampton West Bromwich 1:2
Swansea City Bournemouth 0:3
Burnley Sunderland 4:1
Liverpool Manchester City 1:0
Sonntag, 1. Jänner:
Watford *** Tottenham **** 1:4
Arsenal Crystal Palace 2:0
* Fuchs ab der 70. Minute
** ohne Arnautovic (gesperrt)
*** Prödl spielte durch
**** Wimmer spielte durch

20. Runde

Montag, 2. Jänner:
Middlesbrough Leicester City 0:0
Manchester City Burnley 2:1
Sunderland Liverpool 2:2
Everton Southampton 3:0
West Bromwich Hull City 3:1
West Ham Manchester United 0:2
Dienstag, 3. Jänner:
Bournemouth Arsenal 3:3
Stoke City Watford 2:0
Crystal Palace Swansea City 1:2
Mittwoch, 4. Jänner:
Tottenham Chelsea 2:0

Tabelle

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