Paukenschlag in der Südstadt
Admira Wacker Mödling hat überraschend einen neuen Trainer vorgestellt. Wie der Tabellensechste der tipico-Bundesliga am Dienstag in einer Aussendung mitteilte, wird der Kroate Damir Buric die Südstädter ab dem Trainingsauftakt am 9. Jänner betreuen. Der bisherige Coach Oliver Lederer wird von seinen Aufgaben freigestellt.
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„Wir haben in der Führungsstruktur des Vereins Veränderungen vorgenommen und haben uns nun dazu entschieden, auch im sportlichen Bereich einen neuen Impuls zu setzen“, so Admira-Manager Amir Shapourzadeh. „Wir sind davon überzeugt, dass Damir Buric mit seiner Erfahrung und akribischen Arbeitsweise genau der richtige Trainer ist, um die Mannschaft weiterzuentwickeln.“

Reuters/Wolfgang Rattay
Buric (li). durfte in Freiburg als Kotrainer von Dutt Erfahrung sammeln
„Wir wollen einen neuen Weg gehen“, erklärte auch Admira-Sportdirektor Ernst Baumeister im Gespräch mit der APA mit Blick auf die bereits Mitte Dezember durchgeführten Änderungen in der Führungsstruktur des Bundesliga-Clubs im Zuge der Ausgliederung des Profibetriebs in eine GmbH. Man habe mit einigen Kandidaten über die Lederer-Nachfolge gesprochen und sich dann für Buric entschieden.
Letzte Station bei Hajduk Split
„Er hat eine sehr gute Vergangenheit, jahrelang in Deutschland gearbeitet und entspricht unserer Philosophie und passt auch zur neuen Struktur“, betonte Baumeister. Buric freut sich jedenfalls auf seine neue Aufgabe. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit allen Beteiligten und spüre eine echte Aufbruchsstimmung im Verein. Ich werde alles dafür tun, dass wir auch sportlich eine positive Entwicklung nehmen und hier gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen“, sagte der 52-Jährige.
Admira feuert Lederer
Knalleffekt bei der Admira: Der Tabellensechste feuert Trainer Oliver Lederer und hat mit dem Kroaten Damir Buric einen Nachfolger parat.
Der Kroate arbeitete von 2007 bis 2014 als Kotrainer des bekannten Deutschen Robin Dutt in Freiburg, bei Bayer Leverkusen und Werder Bremen. In der abgelaufenen Saison war er Cheftrainer vom HNK Hajduk Split, der die Meisterschaft 2015/16 auf Platz drei beendete. Das war zu wenig für die Ansprüche von Hajduk, weshalb der 52-Jährige entlassen wurde und nun bei der Admira anheuern konnte.
Lederer muss Feld räumen
Lederer hatte seine Trainerkarriere 2010 bei den Admira Amateuren begonnen und war dann ab 2013 Kotrainer der Profis. 2013 und 2015 übernahm er interimistisch das Amt des Cheftrainers, das er aufgrund seiner fehlenden UEFA-Pro-Lizenz nicht dauerhaft innehaben durfte. Deswegen fungierten Walter Knaller (2013 bis 2015) und in der abgelaufenen Saison Ernst Baumeister offiziell als Headcoachs der Niederösterreicher, die aber von Lederer trainiert wurden.
Unter der Führung des Ex-Rapidlers stießen die Admiraner im Vorjahr ins Cupfinale vor und beendeten die Meisterschaft auf Platz vier, womit sie an der Europa-League-Qualifikation teilnehmen durften. Lederer stieg danach zum Cheftrainer auf, da er seit Sommer am ÖFB-Kurs zur UEFA-Pro-Lizenz teilnimmt. Zuletzt war er Mitte Dezember von Tabellenführer Altach umworben worden, hatte sich aber zur Admira bekannt. Drei Wochen später erfolgte nun die Freistellung.
Admira verzichtet auf Türkei-Trainingslager
Bereits zuvor hatte der Club mitgeteilt, dass die Mannschaft nicht in die Türkei auf Trainingslager fahren wird. „Passieren kann immer etwas, aber warum soll man es herausfordern“, betonte Sportdirektor Ernst Baumeister mit Blick auf den jüngsten Terroranschlag in der Nacht auf Sonntag im Istanbuler Nachtclub Reina, bei dem 39 Menschen getötet und 69 weitere verletzt wurden.
Wo sich der Tabellensechste nun von 25. Jänner bis 3. Februar auf die Frühjahrssaison vorbereiten wird, soll „bis Ende dieser Woche feststehen“, erklärte Baumeister. Sollte auch die Wiener Austria ihr von 21. bis 29. Jänner in Belek geplantes Trainingslager stornieren, dann würde heuer kein österreichischer Bundesligist seine Vorbereitung in der Türkei absolvieren. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten sich acht der zehn Clubs aus der höchsten Spielklasse an der türkischen Riviera für das Frühjahr in Form gebracht.
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