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Erster Wettkampf nach einjähriger Pause

Gregor Schlierenzauer wird am Wochenende in Wisla sein Weltcup-Comeback geben. Das teilte Österreichs Skiverband (ÖSV) am Dienstag mit. Schlierenzauer hatte wegen einer Auszeit und eines im März erlittenen Kreuzbandrisses seit mehr als einem Jahr keinen Bewerb bestritten. Zuletzt war der Tiroler am 3. Jänner des vergangenen Jahres in Innsbruck im Einsatz.

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Nun nominierte ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin den 27-Jährigen wie erwartet für die zwei Einzelbewerbe in Wisla am Wochenende (Samstag und Sonntag jeweils 16.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream).

„Ich bin froh, dass es jetzt wieder so weit ist, dass ich ins Wettkampfgeschehen einsteigen kann“, freut sich Schlierenzauer auf die Bewerbe in Polen. „Das Training ist in den letzten Wochen gut verlaufen. Jetzt ist es an der Zeit, mich im Wettkampf zu beweisen. Ich möchte dort meine Trainingsleistungen abrufen und sehen, wo ich mich damit einordnen kann.“

Qualifikation als erster Schritt

Der Tiroler, der die WM im finnischen Lahti im Februar als großes Ziel ausgab, muss sich am Freitag in der Qualifikation erst einen der 40 freien Startplätze sichern.

Gregor Schlierenzauer

GEPA/Harald Steiner

Schlierenzauer tastete sich langsam ans Comeback heran

Schlierenzauer hatte nach seinem Kreuzbandriss den Weg zurück zum Spitzensport gemeinsam mit der Trainingsgruppe aus Stams unter den Trainern Christoph Strickner und Harald Haim beschritten. „Auf die WM arbeite ich hin“, sagte Schlierenzauer vor wenigen Wochen. Er wolle sich in Ruhe vorbereiten und auch berücksichtigen, welche Schanzen da gut ins Konzept passen. „Ich will den Neustart so anlegen, dass es sich gut anfühlt.“

Auszeit wegen fehlender Motivation

Kurz nach Beginn der vergangenen Saison hatte sich Schlierenzauer auch wegen fehlender Motivation eine mehrwöchige freiwillige Auszeit genommen. Nach seiner Rückkehr beendete er jedoch die Vierschanzentournee wegen schwacher Leistungen schon vor dem Finale und bestritt in der weiteren Saison keinen Bewerb mehr. Mitte März erlitt er beim Skifahren in Kanada einen Kreuzbandriss.

Nach seiner Verletzung war für Schlierenzauer, der mit 53 Weltcup-Siegen die Bestenliste anführt, sogar das Karriereende ein Thema gewesen. Doch während der Zwangspause habe er gemerkt, wie viel ihm Training und Skispringen noch geben. Dem Kreuzbandriss im rechten Knie gewann Schlierenzauer im Nachhinein sogar Positives ab. „Mir hätte nichts Besseres passieren können“, sagte der Tiroler, der als 16-Jähriger in den Weltcup gekommen war. „Ich habe Zeit und Ruhe gefunden.“

Rückkehr als „Erwachsener“

In den vergangenen Monaten habe er viel verarbeitet und reflektiert. „Die Zeit war sehr hart, aber ich habe gemerkt, dass nicht nur der ÖSV, sondern ganz Österreich hinter mir steht, das hat mir viel Kraft gegeben“, so Schlierenzauer, für den es auch eine Herausforderung gewesen sei, ein „ganz normales“ Leben zu führen. Nun will er als „Erwachsener“ in den Weltcup-Zirkus zurückkehren.

In der Verletzungspause hat Schlierenzauer auch sein sportliches Umfeld neu gestaltet. Der Ex-Skispringer und Kulm-OK-Chef Hubert Neuper, der nach eigenen Worten Ähnliches wie Schlierenzauer erlebt hatte, übernahm die Rolle des Managers und Beraters von Onkel Markus Prock. Strickner ist anstelle von Markus Maurberger Coach in der „Homebase“ in Stams.

Kraft und Hayböck wieder fit

Stefan Kraft und Michael Hayböck sind nach den bei der Vierschanzentournee aufgetretenen Viruserkrankungen wieder fit und haben ebenso wie Manuel Fettner ihre Teilnahme sicher. In Polen mit dabei sind auch Andreas Kofler, Markus Schiffner und Daniel Huber. Huber hatte dem ÖSV über den Kontinentalcup einen siebenten Startplatz für die nächste Weltcup-Phase gesichert.

ÖSV-Aufgebot für den Weltcup in Wisla:
Stefan Kraft, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Andreas Kofler, Markus Schiffner, Daniel Huber, Gregor Schlierenzauer

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