Massa fährt weiter für Williams
Die Hängepartie um den Nachfolger des zurückgetretenen Formel-1-Weltmeisters Nico Rosberg ist beendet. Mercedes setzt in der neuen Saison auf den Finnen Valtteri Bottas. Der 27-Jährige erhielt am Montag nach wochenlangem Poker von Williams die Freigabe für einen Wechsel zu den „Silberpfeilen“. Das Cockpit von Bottas übernimmt der Brasilianer Felipe Massa, der seine Karriere eigentlich mit Saisonende 2016 bereits beendet hatte.
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Durch den völlig unerwarteten Rücktritt von Rosberg kurz nach seinem ersten Titelgewinn in der Vorsaison war Mercedes gewaltig unter Druck geraten, da alle Toppiloten bereits bei anderen Rennställen gebunden waren. Mercedes bestätigte unterdessen die Verpflichtung von Bottas. Der Finne, der für 2017 eigentlich noch bei Williams im Wort stand, erhielt den Vorzug vor Mercedes-Talent Pascal Wehrlein. Der Deutsche wurde nach nur einer Formel-1-Saison beim mittlerweile insolventen Nachzüglerteam Manor für noch nicht reif genug befunden und wird für den Sauber-Rennstall starten.
Bottas wechselt zu Mercedes
45 Tage nach dem Rücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wurde nun der Finne Valtteri Bottas als Nachfolger bei Mercedes präsentiert.
„Valtteri ist ein bodenständiger Junge. Er ist überhaupt nicht abgehoben, unkompliziert und voll konzentriert“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über Rosbergs Nachfolger. „Jetzt werden wir sehen, ob er mit der Herausforderung wachsen und um Rennsiege sowie Weltmeisterschaften mitkämpfen kann.“
Erfahrung gab den Ausschlag
Für Bottas sprach seine Erfahrung von 77 Grands Prix, in denen er es neunmal auf das Podest schaffte. In seinen vier Jahren in der Königsklasse hat der Finne nachgewiesen, dass er es mit der Spitze aufnehmen kann. Mercedes hatte als wichtigen Faktor bei der Fahrerwahl genannt, dass der Neuzugang möglichst sofort den britischen Dreifachweltmeister Lewis Hamilton auf Augenhöhe zu Höchstleistungen treiben soll, wie es zuletzt Rosberg getan hatte. „Ich sehe uns als gute Paarung und bin sicher, wir werden gut zusammenarbeiten“, beteuerte Bottas. Rosberg wird übrigens künftig als Markenbotschafter bei Mercedes agieren.

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Valtteri Bottas (rechts) soll in die Fußstapfen von Nico Rosberg (links) treten
In den Verhandlungen mit Williams konnte Mercedes den britischen Konkurrenten dem Vernehmen nach mit einem deutlichen Preisnachlass für die Kundenmotoren überzeugen. Zwar war Bottas bei Williams als Lehrmeister für den 18-jährigen kanadischen Neuzugang Lance Stroll eingeplant. Diese Rolle übernimmt nun Massa. Der 35-Jährige ließ sich das Angebot nicht entgehen und verschiebt seine Rennfahrerpension nochmals für eine Saison.
„Es handelt sich um eine Vereinbarung für 2017 und über mehr habe ich darüber hinaus noch nicht gedacht“, sagte Massa. Der Routinier fuhr bereits seit 2014 für das britische Traditionsteam, hatte sich aber eigentlich nach der Vorsaison verabschiedet. „Es fühlt sich richtig an. Williams liegt mir am Herzen, ich habe meine Begeisterung nicht eingebüßt“, sagte der Brasilianer. Kein Nachteil im Poker um Bottas dürfte gewesen sein, dass Wolff schon länger zum Management-Team des Finnen gehört. Zudem wechselt der bisherige Mercedes-Technikchef Paddy Lowe wohl als neuer Technikdirektor zu Williams.
Wehrlein wird Sauber-Pilot
Seit Montag ist auch fix, dass Wehrlein 2017 für Sauber fährt. Wie das Schweizer Team mitteilte, ersetzt der 22-Jährige den Brasilianer Felipe Nasr und bildet ein Pilotenduo mit dem Schweden Marcus Ericsson. „Eine neue Herausforderung in einem neuen Team, die ich mit Spannung und großer Vorfreude erwarte. Unser Ziel ist, dass wir uns als Team im Mittelfeld etablieren und regelmäßig in die Punkte fahren können“, erklärte Wehrlein. „Dafür werde ich mein Bestes geben und Sauber in jeglicher Hinsicht unterstützen.“

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2016 fuhr Pascal Wehrlein für das Manor-Team und holte einen WM-Punkt
Wehrlein hatte in der vorigen Saison sein Formel-1-Debüt für Manor gegeben und beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg als Zehnter sogar einen WM-Punkt geholt. Das Team hatte allerdings Anfang Jänner Insolvenz angemeldet, seine Zukunft ist mehr als fraglich. Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn sagte über ihren neuen Fahrer Wehrlein: „Wir möchten ihm bei uns die Chance geben, sich weiterzuentwickeln und wertvolle Erfahrungen in der Königsklasse des Motorsports zu sammeln. Ich bin davon überzeugt, dass Marcus und Pascal eine solide Fahrerpaarung für 2017 bilden.“
Saisonauftakt am 26. März
Die neue Formel-1-Saison beginnt am 26. März im australischen Melbourne. Bereits Ende Februar stehen in Barcelona die ersten Testfahrten an. Wegen einer umfassenden Regelreform werden sich die Autos in diesem Jahr stark verändern, sie sollen schneller und schwerer zu beherrschen sein.
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