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Vierter Sieg in Folge

Kamil Stoch hat beim Weltcup-Bewerb in Zakopane seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Sieger der Vierschanzentournee aus Polen feierte beim Heimspiel in Zakopane seinen vierten Sieg in Folge und baute damit seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Stoch setzte sich knapp vor den beiden Deutschen Andreas Wellinger und Richard Freitag durch. Bester Österreicher wurde Michael Hayböck als Fünfter.

Dabei hatte es nach dem ersten Durchgang noch nicht nach einem Sieg des Lokalmatadors ausgesehen. Stoch musste sich zur Halbzeit mit Rang sechs begnügen. In der Entscheidung drehte der 29-jährige Doppelolympiasieger von Sotschi aber das Klassement mit einem Sprung auf 131,0 m bei schwierigen Verhältnissen noch um. Wellinger landete zwar auf 133,0 m, hatte aber deutlich besseren Wind als der Pole.

Heimsieg für Kamil Stoch

Der Pole landet bei ungünstigem Wind in der Entscheidung bei 131,0 m und verbessert sich damit von Rang sechs noch an ganz nach vor.

Am Ende setzte sich Stoch mit 1,6 Punkten vor Wellinger durch, der Halbzeitführende Freitag fiel mit 131,0 m in der Entscheidung zurück und wurde mit 3,2 Zählern Rückstand Dritter. Hinter Freitag landete mit Markus Eisenbichler ein weiterer Springer aus der an diesem Tag starken deutschen Mannschaft. Stoch liegt im Weltcup nach seinem fünften Saisonsieg und dem 20. insgesamt nun 130 Punkte vor dem Norweger Daniel Andre Tande, der sich diesmal mit Rang sieben begnügen musste.

Hayböck nutzt Chance nicht

Hayböck lag nach 132,5 m im ersten Durchgang als Dritter noch auf Podestkurs, mit seinem zweiten Versuch landete der Oberösterreicher zwar ebenfalls bei 131,0 m, bekam aber aufgrund der besseren Verhältnisse deutlich weniger Bonuspunkte als Sieger Stoch. Auf das Podest fehlten Hayböck am Ende 2,4 Punkte.

Hayböck bester Österreicher

Michael Hayböck kann als Fünfter als Einziger aus dem rot-weiß-roten „Adlerhorst“ mit der Spitze mithalten.

Manuel Fettner verbesserte sich nach Rang 25 im ersten Durchgang in der Entscheidung noch auf Platz 17, Markus Schiffner und Andreas Kofler belegten die Ränge 28 und 29. Gregor Schlierenzauer hatte als 33., so wie Daniel Huber auf Rang 37, das Finale verpasst. Stefan Kraft, der bestplatzierte ÖSV-Springer im Weltcup, fehlte wegen einer Nebenhöhlenentzündung.

„Sprünge kommen konstant“

Hayböck trauerte dem verpassten Podest nicht lange nach. „Es ist wirklich hart, man darf keinen Fehler machen“, sagte der Oberösterreicher. Mit seiner Form ist er aber zufrieden. „Meine Sprünge kommen konstant, es war ein guter Wettkampf.“

Heinz Kuttin vermisste am Sonntag das mannschaftlich gute Abschneiden. „Diese Leichtigkeit, die wir am Anfang der Tournee hatten, ist leider noch nicht da“, sagte der ÖSV-Cheftrainer. Die Athleten wollten speziell im ersten Durchgang mehr, verkrampften dadurch und begingen dann Fehler, meinte der Coach. „Es ist keine leichte Situation, aber das Selbstvertrauen muss man sich hart erarbeiten.“

Hayböck war von dieser Aussage ausgenommen. „Er bringt konstante Leistungen“, lobte Kuttin. „Aber wir müssen schauen, dass wir mannschaftlich wieder stark werden.“ Mithelfen wird da das Comeback von Stefan Kraft, das für kommendes Wochenende in Willingen geplant ist.

Weltcup-Springen in Zakopane

Sonntag:
1. Kamil Stoch POL 130,5 / 131,0 287,4
2. Andreas Wellinger GER 130,5 / 133,0 285,8
3. Richard Freitag GER 132,5 / 131,0 284,2
4. Markus Eisenbichler GER 133,0 / 130,5 283,0
5. Michael Hayböck AUT 132,5 / 131,0 281,8
6. Piotr Zyla POL 132,5 / 128,0 279,1
7. Daniel-Andre Tande NOR 132,0 / 129,5 278,5
8. Dawid Kubacki POL 129,5 / 128,5 277,4
9. Domen Prevc SLO 129,0 / 130,0 276,6
10. Jewgenij Klimow RUS 128,5 / 130,5 276,3
11. Karl Geiger GER 127,0 / 127,5 274,9
12. Maciej Kot POL 127,5 / 124,5 271,6
13. Peter Prevc SLO 125,5 / 131,0 271,0
14. Jan Ziobro POL 130,0 / 125,5 269,5
15. Roman Koudelka CZE 126,0 / 126,0 268,3
16. Stephan Leyhe GER 128,5 / 125,5 267,8
17. Manuel Fettner AUT 124,5 / 129,0 267,0
18. Viktor Polasek CZE 126,5 / 124,0 266,3
19. Andreas Stjernen NOR 124,0 / 125,0 263,8
20. Vincent Descombe Sevoie FRA 127,0 / 125,0 263,3
21. Cene Prevc SLO 124,5 / 125,5 261,5
22. Jernej Damjan SLO 122,0 / 125,0 260,3
23. Noriaki Kasai JPN 126,5 / 125,0 260,1
24. Stefan Hula POL 124,5 / 122,0 254,3
25. Jakub Janda CZE 124,5 / 120,0 250,3
26. Daiki Ito JPN 125,0 / 119,0 249,1
27. Davide Bresadola ITA 123,0 / 121,5 248,9
28. Markus Schiffner AUT 121,0 / 121,0 244,2
29. Andreas Kofler AUT 124,0 / 119,5 243,4
30. Anders Fannemel NOR 125,5 / 115,0 240,1
Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert:
33. Gregor Schlierenzauer AUT 119,0 119,9
37. Daniel Huber AUT 122,0 117,2

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