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New England stellt Bestmarke auf

Die 51. Ausgabe der Super Bowl der National Football League (NFL) wird am 5. Februar in Houston zum Showdown zwischen den New England Patriots und den Atlanta Falcons. Die Patriots ließen den Pittsburgh Steelers im Conference-Finale mit 36:17 keine Chance, die Falcons fertigten die Green Bay Packers ebenfalls souverän mit 44:17 ab.

New England steht damit zum neunten Mal in einer Super Bowl und stellte damit eine neue Bestmarke in der NFL auf. Öfter hatte es noch kein Team in der 51-jährigen Geschichte ins Finale geschafft. Für die Falcons ist es nach 1999 erst die zweite Teilnahme am Endspiel. Während Atlanta auf den Premierentitel hofft, greift New England nach seiner fünften Meisterschaft.

Brady stellt Steelers kalt

Die Patriots, die bereits den Grundurchgang mit einer Bilanz von 14 Siegen und nur zwei Niederlagen und damit als bestes Team der Liga abgeschlossen hatten, ließen gegen die Gäste aus Pittsburgh nichts anbrennen. Quarterback Tom Brady wurde mit drei Touchdownpässen und 384 Yards Raumgewinn erneut zum Vater des Erfolges. Chris Hogan war mit neun gefangenen Pässen für 180 Yards und zwei Touchdowns liebste Anspielstation des Superstars. Julian Edelman fing den dritten Touchdownpass Bradys, LaGarette Blount steuerte im Laufspiel einen weiteren Touchdown bei.

Pittsburgh konnte nur in der ersten Hälfte mit den Gastgebern im Gilette Stadium mithalten und lag zur Pause mit 9:17 noch in Schlagdistanz zu New England. Und das, obwohl die Steelers früh auf ihre stärkste Waffe Le’Veon Bell verzichten mussten. Der Runningback schied mit einer Leistenblessur im ersten Viertel aus. Im dritten Viertel zogen die Patriots davon und spielten den Sieg, trotz unwirtlicher Bedingungen, schließlich trocken nach Hause. Zwei Ballverluste der Steelers spielten den Hausherren zusätzlich in die Hände.

„Mentale Stärke ist das Wichtigste, und dieses Team hat sehr viel davon“, sagte Brady, der zum siebenten Mal in einer Super Bowl steht. Mit einem fünften Titel wäre der 39-Jährige alleiniger Rekordhalter auf der Position des Quarterbacks. „Schauen wir, ob wir der Geschichte ein perfektes Ende verpassen können“, so Brady, der zuletzt vor zwei Jahren sein Team zum Titel führen konnte und die ersten vier Saisonspiele aufgrund einer Sperre wegen seiner Verwicklung in eine Affäre um falsch aufgepumpte Bälle verpasst hatte.

Falcons dominieren Packers

Auch Atlanta ließ im Duell mit dem vierfachen Super-Bowl-Sieger aus Green Bay von Beginn keinen Zweifel am Sieger aufkommen. Quarterback Matt Ryan und Widereceiver Julio Jones hatten mit der Verteidigung der Packers ihre helle Freude. Ryan warf Pässe für 392 Yards und vier Touchdowns und erlief einen Sechspunkter selbst. Zwei davon fing Jones, der sich bei neun gefangenen Bällen 180 Yards Raumgewinn gutschreiben konnte. Tevin Coleman, Mohamed Sanu und Devonta Freeman fingen ebenfalls einen Touchdownpass, Coleman lief zudem einmal in die Endzone.

Green Bay konnte erst beim Stand von 0:31 aus seiner Sicht Ergebniskosmetik betreiben. Den Packers half auch die Blitzheilung von Widereceiver Jordy Nelson nichts. Der 31-Jährige, der vor zwei Wochen gegen die New York Giants zwei gebrochene Rippen davongetragen hatte, fing zwar einen von drei Touchdownpässen von Quarterback Aaron Rodgers, konnte dem Spiel aber keine Wende geben. Green Bay leistete sich im zweiten Viertel zudem durch Fullback Aaron Ripkowski kurz vor der Endzone Atlantas einen kostbaren Ballverlust, den die Falcons zum 17:0 nutzten.

„Fühlt sich richtig gut an“

„Wir haben großartig gespielt“, sagte Spielmacher Ryan, der als Favorit auf die Auszeichnung des wertvollsten Spielers der Saison (MVP) gilt, „wir haben genau das gemacht, was wir schon das ganze Jahr gezeigt haben. Es fühlt sich richtig gut an.“ Den Packers blieb nichts anderes übrig, als die Überlegenheit des Gegners anzuerkennen. „Wir sind richtigehend in eine Kreissäge gelaufen“, sagte Headcoach Mike McCarthy, „sie haben großartig gespielt, wir konnten einfach nicht mithalten.“

Die Falcons stehen damit zum zweiten Mal nach der Saison 1998/99 in der Super Bowl. Damals zog Atlanta aber gegen die Denver Broncos klar mit 19:34 den Kürzeren. Das Spiel gegen die Packers war das letzte im Georgia Dome von Atlanta. Die riesige, erst 1992 eröffnete Halle wird nach dieser Saison abgerissen. Die Falcons spielen ab Herbst im sich in der finalen Bauphase befindlichen Mercedes-Benz Stadium ein paar Meter weiter.

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