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Erstmals seit fast drei Jahren im Halbfinale

Ein mögliches Traumfinale der Altmeister Roger Federer und Rafael Nadal bei den Australian Open in Melbourne rückt in immer greifbarere Nähe. Der 30-jährige Spanier schaltete am Mittwoch im Viertelfinale Wimbledon-Finalist Milos Raonic aus Kanada aus und folgte dem 35-jährigen Schweizer ins Halbfinale.

Nadal bezwang den Weltranglistendritten nach 2:45 Stunden Spielzeit mit 6:4 7:6 (9/7) 6:4 und muss am Freitag für den Einzug ins Endspiel noch Grigor Dimitrow besiegen. Der 25-jährige Bulgare schlug den Belgier David Goffin, der im Achtelfinale den Österreicher Dominic Thiem ausgeschaltet hatte, glatt mit 6:3 6:2 6:4.

Raonic vergibt sechs Satzbälle

Nadal revanchierte sich gegen Raonic für die jüngste Niederlage beim ATP-Turnier in Brisbane. Der 14-fache Grand-Slam-Sieger steht erstmals seit seinem Sieg bei den French Open 2014 in Paris im Halbfinale eines Major-Turniers. Der von Handgelenksproblemen genesene Spanier hatte nach einem starken ersten Durchgang Glück, dass der leicht angeschlagene Raonic im zweiten gleich sechs Satzbälle nicht nutzen konnte.

Rafael Nadal (ESO) und Milos Raonic (CAN)

Reuters/Thomas Peter

Nach 2:45 Stunden durfte sich Nadal von Raonic zum Sieg gratulieren lassen

„Ich musste sehr fokussiert sein mit meinem Aufschlag“, sagte Nadal. „Ich wusste, ich muss mein bestes Tennis spielen, um eine Chance zu haben. Ich habe einfach gekämpft und versucht, den nächsten Punkt zu machen. Ich habe immer Zweifel, erst recht, wenn ich Verletzungen habe. Ich hatte auch viele schwere Zeiten, deswegen genieße ich den Moment umso mehr“, meinte der Australian-Open-Champion von 2009, der damals Federer im Finale besiegt hatte.

Dimitrow ist heuer noch ungeschlagen, nachdem er in der ersten Woche des Jahres in Brisbane triumphiert hatte. Für den Weltranglisten-15. ist es die zweite Semifinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier nach Wimbledon 2014. Gegen Goffin bestimmte Dimitrow das Geschehen, hatte auf viele vom Belgier gestellte Aufgaben eine gute Antwort. „Mit jedem Spiel und jedem Punkt mehr habe ich besser in die Spur gefunden“, sagte der Bulgare.

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