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Hochspannung in Garmisch-Partenkirchen

Das spannende RTL-Duell zwischen Alexis Pinturault und Marcel Hirscher hat sich am Sonntag auch in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt. In Führung nach dem ersten Durchgang liegt der Franzose, der sich einen hauchdünnen Vorsprung von 0,09 Sekunden auf den ÖSV-Star für die Entscheidung (13.15 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) herausfahren konnte. Auf Rang drei liegt überraschend der Schwede Mats Olsson (+0,45).

Vierter ist Lokalmatador Felix Neureuther (0,50). Hinter diesem Quartett klafft schon eine Lücke, denn der fünftplatzierte Deutsche Stefan Luitz hat bereits einen Rückstand von 0,96 Sekunden. Es folgen die Franzosen Mathieu Faivre (1,01) und Victor Muffat-Jeandet. Der Norweger Henrik Kristoffersen kam vorerst über Rang elf (1,52) nicht hinaus. Hirscher bietet sich damit die Chance, seine Führung im Gesamtweltcup weiter deutlich auszubauen.

Alexis Pinturault (FRA)

Der Favorit Alexis Pinturault liegt nach dem ersten Durchgang in Führung und greift nach dem zehnten RTL-Sieg in seiner Karriere.

Eisige Kandahar verlangt alles ab

Der untere Teil der Kandahar-Piste präsentierte sich eisig und daher extrem schwierig für die Athleten. Hirscher und Pinturault spielten dabei ihre aktuelle Ausnahmestellung im RTL voll aus und lieferten sich schon im ersten Lauf ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Österreicher war im oberen und unteren Teil schneller. Im steilen Mittelteil hatte der dreifache RTL-Saisonsieger die Nase vorne.

Auch Hirscher war nach einer Laufzeit von knapp 1:20 Minuten mit seinen Kräften am Anschlag. „Das war schon anstrengend. Ab der Ausfahrt Steilhang hatte ich auch zu kämpfen, konnte es aber gut durchdrücken. Von der Linie war ich ein paar Mal ordentlich am Limit. Aber ich bin knapp dran, das passt gut. Der zweite Durchgang wird sicher spannend“, erklärte Hirscher, der sich in Adelboden um 0,04 Sekunden geschlagen geben musste, im ORF-Interview.

Marcel Hirscher (AUT)

Nach einer Fahrt nahe am Limit belegt Marcel Hirscher mit nur neun Hundertstelsekunden Rückstand Platz zwei.

Kurzauftritte von Schörghofer und Feller

Im Kampf um eine Topplatzierung ist aus ÖSV-Sicht Hirscher aber alleine auf weiter Flur. Philipp Schörghofer, der in Adelboden Rang drei belegt hatte, schied mit Startnummer eins bereits nach 19 Fahrsekunden aus. „Ich bin sicher enttäuscht, ich mag Garmisch gerne und habe im Moment einen guten Speed“, haderte der 34-Jährige, der aktuell auch an einer Reizung im Knie laboriert. „Das ist nicht optimal, die Zeit war zu kurz, dass es für heute passt. Bis zur WM brauche ich jeden Tag, ich bin aber zuversichtlich.“

Für Manuel Feller dauerte das Rennen sogar noch sechs Sekunden kürzer. Der 24-jährige Tiroler, der nach Rang fünf in Alta Badia wohl sein WM-Ticket fix hat, kam in Innenlage und rutschte am Tor vorbei. Da der erkrankte Christoph Nösig passen musste und Marcel Mathis, Christian Hirschbühl sowie Daniel Meier ebenfalls ausschieden, ist aus dem ÖSV-Team nur noch Roland Leitinger mit einem Rückstand von 2,46 Sekunden als 20. in der Entscheidung dabei.

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