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„Die Erwartungshaltung ist hoch“

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat am Mittwoch sieben Herren und sechs Damen für die Biathlon-WM in Hochfilzen nominiert. Angeführt wird das Aufgebot für die Titelkämpfe von 9. bis 19. Februar von Julian Eberhard, Dominik Landertinger und Simon Eder sowie Lisa Theresa Hauser.

Als Ziel gab die ÖSV-Führung am Mittwoch im Trainingslager in Windischgarsten den Gewinn einer Medaille aus. „Die Erwartungshaltung ist hoch, wir fahren dorthin, um eine Medaille zu gewinnen“, sagte Sportdirektor Markus Gandler. Cheftrainer Reinhard Gösweiner schloss sich an. „Eine Medaille wäre super. Eine WM ist kein Wunschkonzert, aber wir haben bei den Herren trotzdem das Potenzial, in jedem Rennen eine zu gewinnen“, meinte Gösweiner in seiner oberösterreichischen Heimat.

Letzer Feinschliff vor Biathlon-WM

Die letzten Vorbereitungen vor der Biathlon-Heim-WM in Hochfilzen sind voll im Gange. Mit dabei sein wird auch ein neuer, innovativer Servicetruck, der für bestes Material sorgen soll.

2016 in Oslo hatte das ÖSV-Team mit Silber durch Landertinger und Bronze durch Eder im 20-km-Bewerb zweimal WM-Edelmetall geholt. Außer Landertinger (Massenstart-Gold 2009 in Pyeongchang, Silber in der Staffel 2009 und im Einzel 2016) und Eder (Staffel-Silber 2009, Einzel-Bronze 2016) hat auch Daniel Mesotitsch (Staffel-Silber 2009 und Staffel-Bronze 2005 in Hochfilzen) bereits WM-Medaillen erobert.

Eberhard und Landertinger größte Hoffnungsträger

2017 kommen für Edelmetall wohl am ehesten der einzige Weltcup-Saisonsieger und -Podestläufer Eberhard und der Olympiazweite Landertinger infrage. „Nicht eine Medaille als Ziel auszurufen, wäre falsch. Ich weiß genau, ich fahre da hin und habe das Zeug dazu, und ich möchte eine machen“, betonte Eberhard voller Selbstvertrauen.

Julian Eberhard und Dominik Landertinger

GEPA/Christian Walgram

Eberhard visiert seine erste WM-Medaille an, Landertinger seine vierte

Die vom französischen Seriensieger Martin Fourcade angeführte Konkurrenz sei aber sehr stark, und mit kleinen Fehlern lande man schnell weit hinten, gab der Sprint-Gewinner von Oberhof zu bedenken. „Aber wenn beide Disziplinen wieder so selbstverständlich laufen, dann kann es sein, dass man ganz weit oben steht, und das ist auch das Ziel für die WM“, so der Salzburger.

Keine Geschenke vom Gastgeber

Wie Eberhard und der zuletzt stark verbesserte Landertinger zählen auch die Herren-Staffel, Eder und Hauser zum erweiterten Kreis der Favoriten. „Wir wollen gute Gastgeber sein, aber bei der Vergabe der Medaillen werden wir nichts herschenken“, merkte Gandler an.

In den Einzel-Rennen sind Eberhard, Landertinger, Eder und Mesotitsch Fixstarter. Sven Grossegger, Lorenz Wäger und David Komatz stehen als Ersatzleute bereit. Junioren-Weltmeister Felix Leitner fällt wegen einer Fingerverletzung aus. Bei den Damen ist nur die in diesem Winter mehrfach in die Top Ten gelaufene Hauser gesetzt. Weitere Kandidatinnen sind Katharina Innerhofer, Dunja Zdouc, Fabienne Hartweger, Christina Rieder und Julia Schwaiger.

Der Großteil des Teams bereitet sich noch bis Samstag in Windischgarsten auf die WM vor. Eder, Hauser, Zdouc und Schwaiger trainieren hingegen diese Woche unter Anleitung von Sandra Flunger und Alfred Eder in Obertilliach in Osttirol.

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