Glasner setzt auf Kontinuität
Die Sky Go Erste Liga startet mit einem klaren Aufstiegsfavoriten in die Frühjahrssaison. Tabellenführer LASK geht mit drei Punkten Vorsprung auf den nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering und vier Zähler Guthaben auf Austria Lustenau in das entscheidende Halbjahr. Am Freitag (20.30 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream) gastieren die Oberösterreicher gleich im Schlagerspiel bei Liefering.
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„Wir sind gut vorbereitet, haben alle Spieler fit an Bord und gehen zuversichtlich ins Frühjahr“, sagte LASK-Trainer Oliver Glasner bei der Auftaktpressekonferenz der Erste Liga in Salzburg. Das größte Fragezeichen ist die Aufstellung des Gegners, schließlich spielte die U19 von Red Bull Salzburg mit Verstärkung von Liefering am Dienstagabend in der UEFA Youth League gegen Paris Saint-Germain.
Nur ein Abgang und ein Zugang beim LASK
Glasner setzt für das Frühjahr auf Kontinuität, mit Mario Reiter (ASKÖ Oedt) gab es nur einen Abgang, mit Alexander Riemann (Wacker Innsbruck) nur einen Zugang. „Die Mannschaft, die am konstantesten die 16 Spiele bewältigt, wird am Ende vorne stehen“, glaubt der 42-Jährige. Der erste Verfolger Liefering darf zwar nicht aufsteigen, will an der Tabellenspitze aber dennoch mitreden.

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Glasners (l.) und Letsch (r.) wollen ihren Verein ganz oben sehen
„Wir können zwar nicht aufsteigen, wollen aber natürlich weit vorne sein“, sagte Trainer Thomas Letsch. Er sieht seine Elf noch stärker als in der Herbstsaison, die Liefering mit 13 ungeschlagenen Spielen begann. „Wir sind mit Sicherheit nicht schlechter geworden. Ich denke, dass wir die Qualität im Kader verbessert haben“, sagte der Deutsche.
Klare Kampfansage aus Lustenau
Eine klare Kampfansage an den LASK kommt aus Lustenau. „Wir werden alles tun, dass wir nach oben kommen. Wir waren Herbstmeister und werden schauen, dass wir auch im Sommer oben stehen“, sagte Trainer Lassaad Chabbi. Die Vorarlberger gaben allerdings ihren Topstürmer Raphael Dwamena an den FC Zürich ab und holten dafür den Ex-Lieferinger Joao Pedro aus Brasilien.
Der Abstiegskampf verspricht bei zehn Vereinen und zwei Absteigern im Frühjahr spannend zu werden. Aufsteiger WSG Swarovski Wattens steht sechs Punkte über dem Strich, der Floridsdorfer AC liegt auf dem ersten Abstiegsplatz zwei Punkte hinter dem SV Horn. Schlusslicht Blau-Weiß Linz hat bereits vier Zähler Rückstand auf den rettenden achten Platz.
FAC kämpft mit neuem Trainer um Klassenerhalt
Der FAC nimmt das Unternehmen Klassenerhalt mit einem neuen Trainer, Franz Maresch, in Angriff. Er legt den Fokus im Abstiegskampf auf die kämpferische Note. „Wenn man unbedingt die Klasse halten will, ist es oft nicht das schönste Spiel. Da spielt vielleicht auch nicht der talentierteste Spieler, sondern vielleicht ein Charakterspieler, der sich mit der Situation auseinandersetzt“, erklärte Maresch.

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Der neue FAC-Trainer Maresch will mit Kampf den Klassenerhalt schafften
Im Frühjahr stehen auch in organisatorischer Hinsicht wichtige Entscheidungen an, schließlich vergrößert sich die Liga im Sommer 2018 aufgrund der Bundesligareform von zehn auf 16 Mannschaften. „Der Countdown in die Zukunft hat begonnen“, sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.
Erste Liga als Plattform für junge Spieler
„Wir wissen, dass es eine Herausforderung ist, die zweite Liga nach der Reform richtig aufzustellen.“ Er möchte die Liga wieder stärker als Plattform für junge Spieler positionieren. „Der wesentliche Punkt ist, dass man den Übergang vom Nachwuchs über die Amateurteams zum Profibereich in der Bundesliga hat“, erklärte der Vorstand.
Den in der zweiten Spielklasse verbleibenden Clubs will die Bundesliga damit unter die Arme greifen, damit die Anforderungen an das Budget stark sinken. Gemeinsam mit dem ÖFB hat die Bundesliga ein Budget von drei Millionen Euro aufgestellt, das auf die Vereine aufgeteilt wird. Je ein Drittel wird an den Österreichertopf, an einen Sockelbetrag für alle Clubs sowie an die aufstiegswilligen Vereine, welche die Anforderungen für das Oberhaus erfüllen, aufgeteilt werden.
Ob es eine zentrale TV-Vermarktung geben wird, steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber soll im Frühjahr fallen. Sollten die TV-Rechte zentral vermarktet werden, ist es laut Ebenbauer ein Ziel, ein Topspiel pro Runde live im TV zu zeigen.
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