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Waldner will WM am Ende der Saison

Markus Waldner hat sich für tiefgreifende Reformen im alpinen Weltcup ausgesprochen. In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ (Donnerstag-Ausgabe) plädierte der FIS-Rennchef unter anderem für eine Verlegung der Weltmeisterschaft an das Saisonende.

„Der FC Bayern gewinnt erst den Meistertitel, dann gehen die Spieler zur Weltmeisterschaft. Es wäre auch für uns Skifahrer klug, den Weltcup fertig zu fahren bis Ende Februar - und dann als Höhepunkt zur WM“, sagte Waldner. Schnee gebe es auch am Ende des Winters noch genug. „Die letzte Woche im Februar und die erste im März - das geht schon“, ist Waldner überzeugt.

Zielhang der SKI-WM in St. Moritz

APA/AP/Jean-Christophe Bott

In St. Moritz war vielleicht die letzte WM zum gewohnten Termin

Zudem stellte der FIS-Rennchef in dem Interview die Zukunft des Super-G als Disziplin infrage und sprach sich für Sprint-Abfahrten aus. „Die klassischen Abfahrten werden immer bleiben. Die Frage ist, ob wir den Super-G sausen lassen“, erklärte Waldner. Beim FIS-Kongress in Slowenien Ende Mai werde man jedenfalls darüber diskutieren.

Überlegungen zu Technik- und Parallel-Rennen

Zur Debatte stehe auch, Slalom und Riesentorläufe an Wochentagen zu veranstalten, um an den Wochenenden mehr Flexibilität für die Speed-Disziplinen zu bekommen. In der laufenden Saison gab es zahlreiche Verschiebungen und Absagen, weil das Wetter am Renntag nicht gut genug war. Davon waren die Herren-Abfahrten in Beaver Creek, Santa Caterina und Wengen betroffen.

Waldner will zudem die Parallel-Rennen „richtig pushen. Sie kommen beim Publikum gut an, sind leicht verständlich - auch für Nichtinsider“, betonte der 53-Jährige. „Die große Überlegung ist, eine eigene Weltcup-Kugel für die Parallel-Rennen mit vier bis fünf Events pro Saison zu vergeben.“ Bisher sind die Parallel-Slaloms Teil der Slalom-Wertung, was viele Rennläufer kritisieren.

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