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Björgen nun Rekordweltmeisterin

Von einem Top-Sechs-Platz bei der nordischen Ski-WM in Lahti hat Teresa Stadlober geträumt, am Samstag wurde er Realität. Die Salzburgerin schaffte ihr mit Abstand bestes WM-Ergebnis. Die 24-Jährige belegte über 15 km (7,5 km Klassik und 7,5 km Skating) rund eine halbe Minute hinter Bronze Rang sechs.

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Es ist das beste ÖSV-Resultat im Damen-Langlauf seit Bronze von Maria Theurl 1999. Die Norwegerin Marit Björgen eroberte nach einer Babypause ihren 15. Titel und ist damit alleinige Rekordweltmeisterin. Björgen setzte sich 4,8 Sekunden vor der finnischen Lokalmatadorin Krista Pärmäkoski durch. Bronze ging an die Schwedin Charlotte Kalla (32,0).

Skiathlon: Stadlober holt Platz sechs

Österreichs Langläuferin Teresa Stadlober schaffte mit Platz sechs im Skiathlon ihr mit Abstand bestes WM-Ergebnis.

Bisher war Platz 13 über 30 km Skating 2015 in Falun Stadlobers WM-Topresultat gewesen. Sie strahlte nach dem Skiathlon über 7,5 km im klassischen und 7,5 km im Skating-Stil übers ganze Gesicht. Stadlober hatte im Sprint einer Vierergruppe noch die Teilnahme an der Siegerehrung gesichert. „Da habe ich noch einmal das Letzte aus mir herausgeholt, ich habe mir gedacht, nur nicht Siebente werden“, sagte die 24-Jährige.

„Freue mich voll“

Die Ex-Junioren-Weltmeisterin hatte perfektes Material („Das gesamte Serviceteam hat für mich gearbeitet“) und lief von Beginn an unter den ersten zehn mit. „Ich habe gewusst, dass mir die Strecke liegt, aber dass es der sechste Platz wird, hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich voll“, erklärte Stadlober. Sie bezeichnete ihre Platzierung auch als Belohnung für das gesamte Team. „Und auch für die Seefeld-WM 2019 ist es wichtig.“

Teresa Stadlober

APA/Roland Schlager

Stadlober auf ihrem Weg zu einem Spitzenplatz

Stadlober (+1:05,4 Minuten) gelang es in einer Dreiergruppe mit der Russin Julia Tschekalewa (7./1:05,7) und der Schweizerin Nathalie von Siebenthal (4./1:05,0), sogar zur Weltcup-Spitzenreiterin Heidi Weng (Norwegen/5./1:05,1) aufzuschließen. Die Radstädterin übertraf ihren 13. Platz von Falun (30 km) deutlich, zeigte keinen Respekt vor großen Namen und war vom Rennen begeistert. „Das war Skiathlon auf höchstem Niveau und ein unglaubliches Tempo von Anfang an“, sagte Stadlober. „Wir haben uns in der Gruppe voll gematcht.“

15. WM-Gold für Björgen

Olympiasiegerin Björgen hatte sich etwa nach 9,5 Kilometern mit Pärmäkoski abgesetzt und feierte nach einer unwiderstehlichen Attacke auf dem letzten Anstieg einen sicheren Sieg. Die 36-Jährige krönte sich mit dem 15. Gold zur alleinigen Rekordweltmeisterin und ließ die 14-fache Titelträgerin Jelena Wälbe aus Russland in der ewigen Bestenliste hinter sich.

Die Norwegerin hatte in der Saison 2015/16 eine Pause eingelegt. Nach der Geburt ihres Sohnes Marius war sie in diesem Winter zurückgekehrt und hatte mit vier Weltcup-Siegen schon angedeutet, dass mit ihr wieder zu rechnen ist. „Ich habe mich auf der letzten Runde sehr stark gefühlt“, sagte Björgen. „Es ist sehr gut gelaufen.“

Herren-Gold an Ustjugow - Hauke 31.

Bei den Herren sicherte sich der Russe Sergej Ustjugow nach Silber im Sprint Gold im Skiathlon über 30 km. Der 24-jährige Tour-de-Ski-Sieger setzte sich vor Martin Johnsrud Sundby durch. Der Norweger kam in der entscheidenden Phase im Duell mit Ustjugow aus eigenem Verschulden zu Sturz und brach dabei auch noch einen Skistock ab. Bronze ging an den Norweger Finn Haagen Krogh. Der Österreicher Max Hauke kam auf Rang 31.

Für Hauke war die Kombination aus 15 km klassisch und 15 km Skating „eines der härtesten Rennen meines Lebens“. Der Stress im Feld sei groß gewesen, das Tempo von Anfang an hoch, die Sturzgefahr ebenfalls groß. Zudem musste sich der 24-Jährige mit Nummer 47 nach dem Massenstart vorne kämpfen. „Das kostete Kräfte, die mir am Schluss ein bisschen gefehlt haben“, meinte Hauke. Der Liezener sieht sich aber auf dem richtigen Weg, auch wenn ihn der verpasste Top-30-Platz schmerzte.

„Ich war in der Gruppe um Platz 24, und das ist die Leistung, die ich kann. Das weitere sind dann die letzten Schritte“, sagte Hauke, der vorerst auch noch den 50-km-Bewerb am letzten WM-Tag eingeplant hat. Vor der Leistung Teresa Stadlobers im Damen-Skiathlon zog auch er den Hut. „Es ist natürlich schön zu wissen, dass man, wenn man arbeitet, viel erreichen kann. Das kann sich kaum jemand vorstellen, wie stark das eigentlich ist, wenn man bei einer Weltmeisterschaft Sechster wird.“

Nordische Ski-WM in Lahti

Skiathlon Damen (7,5 km klassisch und 7,5 km Freistil):
1. Marit Björgen NOR 37:57,5
2. Krista Pärmäkoski FIN + 4,8
3. Charlotte Kalla SWE 32,0
4. Nathalie von Siebenthal SUI 1:05,0
5. Heidi Weng NOR 1:05,1
6. Teresa Stadlober AUT 1:05,4
7. Julia Tschekalewa RUS 1:05,7
8. Astrid Uhrenholdt Jacobsen NOR 1:11,1
9. Anastasia Sedowa RUS 1:15,3
10. Masako Ishida JPN 1:21,8
Skiathlon Herren (15 km klassisch und 5 km Freistil):
1. Sergej Ustjugow RUS 1:09:16,7
2. Martin Johnsrud Sundby NOR + 6,7
3. Finn Haagen Krogh NOR 31,8
4. Sjur Röthe NOR 33,1
5. Alex Harvey CAN 33,3
6. Didrik Tönseth NOR 33,5
7. Marcus Hellner SWE 33,7
8. Andrej Larkow RUS 36,1
9. Lari Lehtonen FIN 37,2
10. Giandomenico Salvadori ITA 37,3
31. Max Hauke AUT 3:40,8

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