Langläufer Niskanen triumphiert über 15 km
Im 13 von 21 Bewerben hat am Mittwoch auch Gastgeber Finnland über die erste Goldmedaille bei der nordischen WM in Lahti jubeln dürfen. Iivo Niskanen triumphierte über 15 km Langlauf im klassischen Stil und krönte sich damit zum Weltmeister. Der 25-Jährige setzte sich mit einem echten Kraftakt mit einem Vorsprung von 17,9 Sekunden klar vor dem Norweger Martin Johnsrud Sundby durch. Bronze ging an Niklas Dyrhaug (NOR/+31,3).
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Österreichs Vertreter schlugen sich wacker. Luis Stadlober belegte mit einem Rückstand von 3:34,2 Minuten den 37. Rang. Niklas Liederer kam auf Platz 53 (4:49,3). „Ich bin ziemlich zufrieden. Das war von meinen drei WM-Rennen hier mit Abstand das beste. Es war aber sehr hart, weil es sehr tief und langsam war. Mein Ski war aber ein Wahnsinn, aber trotzdem war es ein reiner Kampf von Anfang bis zum Schluss“, bilanzierte Stadlober im ORF-Interview.

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Luis Stadlober zeigte bei schwierigen Bedingungen eine gute Vorstellung
Niskanen mit dem Rennen seines Lebens
Überragender Mann an diesem Tag war aber Niskanen. Angefeuert von seinen Landsleuten lief der Juniorenweltmeister über diese Distanz das Rennen seines Lebens. Bei der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 1,5 lag Niskanen noch auf Rang vier. Danach dominierte der Finne aber, was auch Stadlober zu spüren bekam. „Ungefähr bei Kilometer drei ist er zu mir gekommen. Ich habe probiert, mitzugehen, aber der war unvorstellbar. Da hatte ich überhaupt keine Chance, das war Wahnsinn“, sagte der 25-Jährige.
Niskanen baute seinen Vorsprung auf 25,3 Sekunden auf Sundby aus. Der Norweger konnte noch etwas Zeit gutmachen, war am Ende aber chancenlos. „Jetzt bin ich Weltmeister in Lahti, das bedeutet mir sehr viel. Ich wusste, dass man nicht zu schnell beginnen darf. Ich wollte die Geschwindigkeit stabil halten. Am Ende musste ich nicht mehr kämpfen, das war ein großartiges Gefühl“, sagte Niskanen, der sich damit für das verlorene Gold im Teamsprint, als er von Emil Iversen (NOR) vor dem Ziel zu Sturz gebracht wurde, revanchierte.

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Iivo Niskanen sorgte in Lahti erstmals für echte Volksfeststimmung
Stadlober mit guter Renneinteilung
Auch Stadlober teilte sich sein Rennen sehr gut ein und hatte im Ziel die beste Platzierung während der gesamten 15 km. „Man durfte nicht so schnell loslegen. Das hat gut funktioniert, ich hatte einen guten Rhythmus. Die Anstiege konnte ich auch gut durchlaufen. In der zweiten Runde konnte ich dann noch ein bisschen draufdrücken. Mein Rückstand ist ganz in Ordnung“, sagte der Salzburger.
Pech hatte indes ÖSV-Kollege Liederer. Dem 26-Jährigen brach zu Beginn des Rennens der Stock, weshalb er lange brauchte, um den Rhythmus zu finden. „Das war ziemliches Pech. Den Stock habe ich mir im tiefen Schnee selbst abgetreten“, schilderte Liederer. Mit seinem Rennen war er daher nur bedingt zufrieden: „Vom Rückstand her ist das eine gescheite Watsche. Die Stimmung war gewaltig, am Ende ist es aber ein Rennen wie jedes andere. Man muss sich einfach auf sich selbst konzentrieren, aber meine Entwicklung ist ganz gut.“
Nordische Ski-WM in Lahti
| 15 km Herren (klassisch): |
| 1. |
Iivo Niskanen |
FIN |
36:44,0 |
| 2. |
Martin Johnsrud Sundby |
NOR |
+ 17,9 |
| 3. |
Niklas Dyrhaug |
NOR |
31,3 |
| 4. |
Alexander Bessmertnich |
RUS |
41,8 |
| 5. |
Andrej Larkow |
RUS |
53,2 |
| . |
Didrik Tönseth |
NOR |
53,2 |
| 7. |
Alexej Poltoranin |
KAZ |
1:06,3 |
| 8. |
Sami Jauhojärvi |
FIN |
1:09,7 |
| 9. |
Johan Olsson |
SWE |
1:10,6 |
| 10. |
Calle Halfvarsson |
SWE |
1:15,0 |
| 37. |
Luis Stadlober |
AUT |
3:34,3 |
| 53. |
Niklas Liederer |
AUT |
4:49,3 |
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