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Klassenerhalt als Aufgabe für Neo-Trainer

In der tipico-Bundesliga hat es am Mittwoch den siebenten Trainerwechsel in dieser Saison gegeben. Schlusslicht Guntamatic Ried trennte sich von Christian Benbennek und präsentierte mit Lassaad Chabbi am selben Tag dessen Nachfolger. Die offizielle Bestätigung kam am Mittwochnachmittag. Chabbi war zuletzt beim Erste-Liga-Club Austria Lustenau tätig und unterschrieb einen Vertrag bis Ende Mai 2019.

Für Chabbi ist es das erste Engagement in der Bundesliga. Offiziell Vorgestellt wird der gebürtige Tunesier mit österreichischem Pass am Donnerstag. Sein Debüt an der Seitenlinie gibt der 55-Jährige bereits am Samstag beim Heimspiel gegen die Wiener Austria. „Ich freue mich sehr, dass mir diese Aufgabe angeboten wurde. Ich bin sicher, dass ich es schaffen kann, dass Ried in der Bundesliga bleibt“, gab sich Chabbi für seine neue Aufgabe optimistisch.

Chabbi mit Erfahrung im Abstiegskampf

Die Verpflichtung des neuen Trainers stellte auch die erste Amtshandlung von Neo-Sportdirektor Franz Schiemer dar. Laut dem 30-Jährigen war Chabbi sein „absoluter Wunschkandidat“. Vor allem die Erfahrung des 55-Jährigen im Abstiegskampf gaben den Ausschlag. „Er hat vor zwei Jahren mit Austria Lustenau in einer ähnlichen Situation den Klassenerhalt fixiert und die Mannschaft zu einem Topteam in der Sky Go Erste Liga geformt“, erklärte Schiemer.

Der ehemalige ÖFB-Teamspieler ist davon überzeugt, dass mit Chabbi die Trendumkehr gelingen kann. „Ich war schon oft bei Vereinen, die in den Abstieg verwickelt waren, und es ist bisher immer gut gegangen“, führte der Neo-Coach ins Treffen. Als Interimstrainer in Lustenau wird vorerst Amateure-Coach Daniel Ernemann fungieren. Präsident Hubert Nagel steht bereits mit mehreren potenziellen Nachfolgern in Kontakt. Der Chabbi-Nachfolger soll so schnell wie möglich präsentiert werden.

Drei Niederlagen im Frühjahr

Unter dem Deutschen Benbennek, der den Verein vor Beginn der laufenden Saison übernommen hatte, war Ried nicht auf Touren gekommen. Nach 23 Runden mit nur sechs Siegen, zwei Remis und gleich 15 Niederlagen liegt der Verein punktegleich mit Mattersburg derzeit auf dem zehnten und letzten Tabellenplatz. Im Frühjahr gab es in den drei Spielen gegen den WAC (0:1), Salzburg (1:6) und die Admira (0:1) drei Niederlagen. Ein Negativlauf, der Benbennek schließlich den Job kostete.

Der Trainerwechsel war schon unmittelbar nach der Pleite gegen die Admira erwartet worden. Die Rieder warteten aber ab, bis sie den geeigneten Nachfolger gefunden hatten. Benbennek leitete daher bis Mittwoch noch alle Trainings. „Ich möchte mich bei Christian Benbennek für seinen unermüdlichen Einsatz für Ried bedanken. Für ihn war es in den vergangenen Tagen nicht einfach. Er hat sich dem Verein gegenüber aber immer ausgesprochen fair verhalten. Dafür gebührt ihm meine größte Hochachtung“, erklärte Schiemer.

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