Dujmovits verzichtet auf Weltcup in Türkei

Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits hat ihre Teilnahme am Weltcup-Rennen im türkischen Kayseri am kommenden Samstag abgesagt. Auf ihrer Website machte die Burgenländerin Sicherheitsbedenken nach einem Anschlag auf einen Bus mit 15 Toten im vergangenen Dezember geltend.

Julia Dujmovits

GEPA/Harald Steiner

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hatte zunächst mit Verweis auf eine partielle Reisewarnung auf eine Beschickung des letzten Weltcup-Rennens vor der WM ab 7. März in Sierra Nevada verzichten wollen. Die Athleten haben sich aber dafür ausgesprochen und laut Dujmovits sogar eine Erklärung unterschrieben, dass sie auf eigene Gefahr hinfahren würden. Nun machte die 29-Jährige aber nach langem Hin und Her doch einen Rückzieher.

FIS-Reaktion nicht beruhigend

Dujmovits betonte, die „Reaktion der FIS auf eine offizielle Anfrage zur Lage in Kayseri war dann für mich auch nicht beruhigend“. Sinngemäß sei in dem Brief gestanden, „wir sollen uns wegen der Sicherheit beim Weltcup doch bitte keine Sorgen machen, es seien Gendarmerie, Polizei, Geheimdienste und private Sicherheitskräfte im Dauereinsatz. Wir Athleten hätten permanenten Polizeischutz und während Training und Rennen seien zusätzlich auch noch Scharfschützen entlang der gesamten Piste postiert“, schrieb die Snowboarderin, die auch erklärte, ihre Website sei „samt kryptischem Bekennerhinweis“ gehackt worden.

„Für mich gilt: Sorry, ich bin nicht Snowboarderin geworden, um unter Polizeischutz und bewacht von Scharfschützen Rennen zu fahren. In einem Land, das aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung einfach keine Sicherheit garantieren kann“, erklärte die Athletin. „Ich respektiere natürlich, dass andere Athleten sich in diesem Fall anders entschieden haben.“