Harvey mit „Rennen seines Lebens“
Die nordische WM in Lahti ist mit der Goldmedaille für Alex Harvey im 50-km-Skatingbewerb zu Ende gegangen. Der 28-Jährige sorgte für das erste Gold für Kanada in einem Langlauf-Individualbewerb. Harvey benötigte eine Zeit von 1:46:28,9 Stunden und verwies im Schlusssprint Sergej Ustjugow (RUS) um 0,6 und Matti Heikkinen (FIN) um 1,4 Sekunden auf die Plätze.
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Der norwegische Mitfavorit und Weltcup-Führende Martin Johnsrud Sundby ging als Fünfter leer aus (+ 3,0). Die Österreicher Max Hauke und Bernhard Tritscher landeten auf den Plätzen 35 (+ 4:44,2) und 45 (8:20,6).

APA/AFP/Jonathan Nackstrand
Harvey hatte nach 50 Kilometern die Nase vorn
Stärke bewies Harvey auf dem Weg zu seiner fünften Medaille. Er skatete in dem Massenstartrennen stets im Vorderfeld und fand die beste Position, als Sundby auf den letzten 1,2 Kilometern die Jagd um Edelmetall so richtig eröffnete. Harvey setzte seinen letzten Angriff perfekt, übernahm vor der letzten Kurve die Führung und hielt seine Mitkonkurrenten in Schach.
„Der härteste Bewerb“
„Die 50 km sind der härteste Bewerb“, so Harvey, der bereits bei der WM 2011 in Oslo gemeinsam mit Devon Kershaw den Team-Sprint gewonnen hatte. „Das war das beste Rennen meines Lebens“, jubelte er nach seinem zweiten WM-Gold. Doppelweltmeister Ustjugow holte mit Silber seine fünfte Medaille in Lahti. So viele hat sonst niemand erobert.
WM-Gold für Harvey im 50-km-Langlauf
Alex Harvey gewinnt die Loipen-Königsdisziplin, das 50-Kilometer-Rennen im freien Stil. Es ist das erste WM-Gold für Kanada in einem Langlauf-Einzel-Rennen. Die favorisierten Norweger gehen leer aus.
Sundby bleibt hingegen weiter ohne Einzel-Gold, er musste sich mit dem fünften Rang begnügen (+3,0), Titelverteidiger Petter Northug wurde Achter (12,3). Damit blieben Norwegens Langlauf-Herren erstmals seit 1995 in WM-Einzel-Rennen ohne Gold. Für die Norweger war dieses WM-Jahr überhaupt eine Pleite, was die männlichen Einzelsportler betrifft. Erstmals seit 1970 haben die Skandinavier weder bei den Nordischen noch bei den Biathleten und auch nicht bei den Alpinen einen Einzel-Weltmeister gestellt.
„Tempo war brutal“
„Das Tempo war heute brutal“, sagte Hauke im ORF-TV-Interview über das Rennen, „mir ist es eher vorgekommen wie ein Eislaufrennen. Das hat viel Energie gekostet, und da habe ich einen kleinen Hänger gehabt. Zum Schluss habe ich noch um mein Ziel, eine Top-30-Platzierung gekämpft, das ist sich leider knapp nicht ausgegangen.“ Der 24-Jährige sieht sich dennoch auf dem richtigen Weg. „Es fehlt in manchen Situationen noch ein bisschen das Selbstvertrauen, aber ich bin gut unterwegs“.
Tritscher war hingegen überhaupt nicht zufrieden: „Es ist leider nicht gegangen. Ich habe es probiert, aber es war mir körperlich nicht möglich mitzukommen. Irgendwann war es einfach aus. Ich habe nur noch geschaut, dass ich ins Ziel komme. Aufgeben wollte ich auf gar keinen Fall also habe ich mich durchgekämpft.“
Nordische Ski-WM in Lahti
| 50 km Herren (Skating): |
| 1. |
Alex Harvey |
CAN |
1:46:28,9 |
| 2. |
Sergej Ustjugow |
RUS |
+ 0,6 |
| 3. |
Matti Heikkinen |
FIN |
1,4 |
| 4. |
Andrew Musgrave |
GBR |
2,9 |
| 5. |
Martin Johnsrud Sundby |
NOR |
3,0 |
| 6. |
Sjur Röthe |
NOR |
3,4 |
| 7. |
Dario Cologna |
SUI |
8,4 |
| 8. |
Petter Northug |
NOR |
12,3 |
| 9. |
Maurice Manificat |
FRA |
13,4 |
| 10. |
Hans Christer Holund |
NOR |
14,3 |
| 35. |
Max Hauke |
AUT |
4:44,2 |
| 45. |
Bernhard Tritscher |
AUT |
8:20,6 |
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