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Kampf um Ticket nach Nyon

Auf den Nachwuchs von Meister Red Bull Salzburg wartet am Dienstag (16.00 Uhr, live in ORF Sport +) das nächste Highlight. Im Viertelfinale der UEFA Youth League geht es vor eigenem Publikum gegen Atletico Madrid um den Aufstieg ins Finalturnier der besten vier Teams im April in Nyon. In den vorangegangenen beiden Runden haben die jungen Salzburger bereits Manchester City und Paris St. Germain eliminiert.

Sollte der Mannschaft des deutschen Trainers Marco Rose der nächste Coup gelingen, würde sie im Colovray-Stadion in Nyon am 21. April auf den Sieger der Partie zwischen dem FC Barcelona und dem FC Porto treffen. Real Madrid gegen Ajax Amsterdam und CSKA Moskau gegen Benfica Lissabon lauten die weiteren Viertelfinal-Duelle in der höchst attraktiven Youth League. Das Finale wird dann am 24. April in Nyon ausgetragen.

„Haben Mannschaft mit richtig guter Qualität“

Nach den Siegen gegen die beiden Topclubs ManCity und PSG ist der Red-Bull-Nachwuchs die letzte deutschsprachige Mannschaft im Bewerb und hat es als erstes Team einer kleinen Fußballnation ins Viertelfinale geschafft. Dort will man nun auch gegen Atletico gewinnen. „Wir haben eine Mannschaft mit richtig guter Mentalität und hoher fußballerischer Qualität und werden wieder in allen Bereichen ans Limit gehen“, sagte Salzburg-Trainer Marco Rose.

Marco Rose

GEPA/Felix Roittner

Marco Rose sorgte mit den Jungbullen gegen PSG für Furore

Ob der Kapitän der Mannschaft, Xaver Schlager, mit von der Partie sein wird, ist noch offen. Schlager spielte erst am Sonntag beim Bundesliga-Spitzenspiel Rapid gegen Salzburg über 90 Minuten. Über seinen Einsatz am Dienstag wird kurzfristig entschieden. „Wir haben alle Maßnahmen getroffen, um gut zu regenerieren, und werden die Sache im Sinne von Xaver entscheiden“, sagte Rose.

Rasante positive Entwicklung überrascht

Auf die Salzburger wartet laut Trainer ein hartes Match. Man könne nicht von einem fußballerischen Leckerbissen wie in den Runden zuvor ausgehen. „Wenn man die erste Mannschaft von Atletico kennt, kennt man auch die U19. Es ist ein Team, das extrem über die Mentalität kommt, mit allen Mitteln arbeitet. Wenige Spiele mit ihrer Beteiligung sind mit elf gegen elf zu Ende gegangen“, so Rose.

Die positive Entwicklung des Jahrgangs 1998, der den Großteil der aktuellen Salzburger U19 stellt, kommt auch im Club für manche überraschend. „Beim ersten Zuschauen im U15-Bereich habe ich gesagt, so eine schlechte Mannschaft habe ich noch nie gehabt“, sagte Red-Bull-Nachwuchsleiter Ernst Tanner. Davon kann inzwischen keine Rede mehr sein.

Anteil daran haben die Einsätze vieler Salzburg-Spieler bei Liefering in der Ersten Liga. „Technisch sind in der Youth League sehr viele sehr gute Spieler, aber die Intensität ist bei Liefering schon höher, vor allem im körperlichen Bereich“, sagte Verteidiger Sandro Ingolitsch. Damit die Mannschaft aus Spielern von Liefering und der U19 der Salzburger Akademie perfekt abgestimmt ist, wird der Youth-League-Kader zwei Tage vor den Spielen zusammengezogen.

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