„Das kommt nicht von ungefähr“
Guido Burgstaller entwickelt sich bei Schalke 04 immer mehr zum Glücksgriff. In der Wintertransferzeit um 1,5 Millionen Euro von Zweitligist 1. FC Nürnberg geholt, ist der 27-jährige Kärntner kaum noch aus der Revierelf wegzudenken. Seit seinem Debüt im Dress der „Königsblauen“ am 21. Jänner erzielte Burgstaller vier Tore in der Bundesliga sowie zwei in der Europa League und avancierte damit binnen kürzester Zeit zum neuen Fanliebling.
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Bei Coach Markus Weinzierl hat Burgstaller nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch wegen seiner Einstellung und Zweikampfstärke einen Stein im Brett. „Ich freue mich, dass er zwei Tore gemacht hat. Aber das kommt nicht von ungefähr, er arbeitet unheimlich viel dort, wo es spannend und aufregend ist“, lobte der Schalke-Trainer nach dem Doppelpack beim 3:0-Sieg gegen Augsburg. „Wir sind froh und glücklich, dass wir den Mut hatten, einen Zweitligatorjäger zu holen und nicht auf dem internationalen Markt zu suchen“, sagte Weinzierl.
Keine Teameinberufung seit einem Jahr
Für das ÖFB-Team war Burgstaller im letzten Jahr indes kein Thema. Der Stürmer kam zuletzt im März 2016 gegen Albanien (2:1) und die Türkei (1:2) zum Einsatz. Im EM-Kader wurde der 27-Jährige ebenso wie für die WM-Qualifikationsspiele im Herbst nicht berücksichtigt. Am Dienstag gibt Teamchef Marcel Koller seinen Kader für die Partie gegen Moldawien (24. März in Wien) und das darauffolgende Testspiel gegen Finnland (28. März in Innsbruck) bekannt.

ORF.at/Christian Öser
Sein letztes Länderspiel bestritt Burgstaller bis zur 66. Minute gegen die Türkei
Burgstaller, der seit seinem Teamdebüt 2012 neun Länderspiele bestritten hat und somit das System von Koller kennt, hat gute Chancen, sein Comeback im ÖFB-Kader zu feiern. Die 14 Tore für Nürnberg konnten Koller aufgrund des Niveauunterschiedes zwischen zweiter deutscher Liga und Nationalteam noch nicht überzeugen, die Treffer für Schalke sollten das jedoch geändert haben. Vor allem ist Burgstaller nicht nur im Sturmzentrum, sondern offensiv universell einsetzbar.
Janko gut in Schuss, aber angeschlagen
Von Burgstallers Konkurrenten um den Platz im Sturm zeigte sich auch Marc Janko gut in Form. Der 33-Jährige erzielte für den FC Basel im Frühjahr vier Pflichtspieltore, die letzten zwei Ligaspiele verpasste er aber wegen einer Muskelverletzung. Michael Gregoritsch traf für den Hamburger SV zuletzt am 18. Februar beim 2:2 gegen Freiburg. Seit dem 0:8-Debakel gegen die Bayern stand der 22-Jährige nicht mehr in der HSV-Startelf, kam aber zu Kurzeinsätzen.
Mit Marcel Sabitzer, Lukas Hinterseer und Martin Harnik gibt es weitere Optionen für das Sturmzentrum. Sabitzer ist bei Leipzig gesetzt, wartet aber noch auf sein erstes Tor im Frühjahr. Hinterseers letztes Tor für Ingolstadt datiert überhaupt vom 15. Oktober 2016, zuletzt gegen Köln saß er nur auf der Bank. Harnik schoss erst am Samstag den 1:0-Siegestreffer für Hannover gegen 1860 München. Seine 13 Saisontore - davon fünf im Frühjahr - erzielte der 29-Jährige aber bekanntermaßen in Deutschlands zweiter Liga.
Burgstaller: „Gebe einfach nur mein Bestes“
Burgstaller bewies hingegen, dass er sich nach seinem glücklosen Engagement bei Cardiff City (2014/15) bei Nürnberg weiterentwickelt hat und nun auch bei Schalke seinen Mann steht. „Ich gebe einfach nur mein Bestes auf dem Platz und will der Mannschaft helfen. Das funktioniert bisher ganz gut“, sagte Burgstaller, der mit seinen sechs Treffern bereits zweitbester Schalke-Torschütze hinter seinem Landsmann und ÖFB-Teamspieler Alessandro Schöpf ist.

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Guido Burgstaller hat seinen Torriecher zu Schalke mitgenommen
Gegen Augsburg schnürte Burgstaller seinen ersten Doppelpack im Schalke-Trikot und genoss danach die Stimmung in der Veltins-Arena. „Heute war es Gänsehaut pur, ein überragendes Gefühl“, erklärte der 27-Jährige. „Die ganze Mannschaft hat sehr gut gespielt. Bei den Vorlagen, die ich bekommen habe, muss ein Stürmer nur richtig stehen und den Ball über die Linie drücken“, sagte Burgstaller, der für seine Darbietung vom „kicker“ die Note 1,5 erhielt.
„War ein ständiger Unruheherd, präsentierte sich gewohnt engagiert und treffsicher im Abschluss“, urteilte das Magazin in seiner Montag-Ausgabe. Dank Burgstaller dürfen die Schalker sogar wieder mit einem Europacup-Platz spekulieren. Zehn Runden vor Schluss beträgt der Rückstand des Tabellenelften auf den Sechsten Frankfurt fünf Zähler. „Wir müssen jetzt genau so weiterarbeiten und an uns glauben. Dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagte der Österreicher.
Deutsche Bundesliga
33. Runde
| Samstag, 13. Mai: |
| Leipzig |
Bayern München |
4:5 |
| Augsburg |
Dortmund |
1:1 |
| Bremen |
Hoffenheim |
3:5 |
| Freiburg |
Ingolstadt |
1:1 |
| Darmstadt |
Hertha BSC |
0:2 |
| Leverkusen |
Köln |
2:2 |
| Wolfsburg |
Mönchengladbach |
15.30 Uhr * |
| Schalke |
Hamburger SV |
1:1 |
| Mainz |
Frankfurt |
4:2 |
Tabelle
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