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Konkurrenz zeigt sich beeindruckt

2007 hat Ferrari durch Kimi Räikkönen zuletzt den Fahrertitel in der Formel 1 erobert, im Jahr danach gelang dann noch der insgesamt 16. Sieg in der Konstrukteurswertung. Seitdem fährt die „Scuderia“ den Titeln vergeblich hinterher. Heuer nehmen die Italiener einen neuen Anlauf - und die Vorzeichen stehen gar nicht so schlecht.

Mit den Bestzeiten und der Standfestigkeit bei den Testfahrten vor Saisonbeginn haben Räikkönen und Sebastian Vettel einen starken Eindruck hinterlassen. Dem WM-Auftakt am Sonntag im Albert Park von Melbourne (7.00 Uhr MESZ, live in ORF eins) sieht Vettel dennoch vorsichtig entgegen.

Formel-1-Piloten heiß auf neue Saison

Riesige Vorfreude herrscht bei den Formel-1-Piloten vor dem ersten Training der Saison am Freitag in Melbourne. Nach der Regelreform sollen die deutlich schnelleren Autos nun für neue Rundenrekorde sorgen.

„Testen ist das eine, Rennen etwas ganz anderes“, sagte der vierfache Weltmeister, der heuer mit seinem „Gina“ getauften SF70H ins Rennen geht. Tatsächlich drehte die „Scuderia“ auch im Vorjahr die schnellsten Testrunden, ehe dann kein einziger Grand-Prix-Sieg gelang.

Mit Mercedes „auf Augenhöhe“

Bei der Konkurrenz will man diese Zurückhaltung aber nicht ganz ernst nehmen. „Ich glaube, dass Ferrari blufft und um einiges schneller ist, als man bisher gezeigt hat“, sagte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. „Sie sind die Schnellsten im Moment, sie sind klar der Favorit.“ In Richtung von Ferrari-Star Sebastian Vettel meinte er, dass dieser versuche, den sonst entstehenden Hype unter Kontrolle zu halten.

Sebastian Vettel

APA/AFP/Saeed Khan

Hat Vettel schon alle Karten aufgedeckt?

Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda stimmte seinem Piloten zu: „Ferrari ist auf Augenhöhe.“ Auch Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo sah das Kräfteverhältnis ähnlich: „Ferrari wirkt stark. Im Moment sieht es so aus, als ob sie nahe an der Geschwindigkeit von Mercedes dran sind, wenn nicht sogar gleich schnell.“

„Besser vorbereitet als im Vorjahr“

Die Regeländerungen für die nun beginnende Saison könnten der „Scuderia“ tatsächlich in die Hände spielen. Das Auto ist offenbar leichter zu handhaben als zuletzt, der Motor liefert die nötigen PS und auch die Stimmung im Team dürfte nach der schwierigen Saison 2016 wieder passen.

„Ich glaube, dass wir besser vorbereitet sind als im Vorjahr“, erklärte Vettel, der seine dritte Saison bei der „Scuderia“ bestreitet. „Das ganze Team ist besser aufgestellt. Was im Hintergrund passiert ist, war wirklich wichtig, um einen Schritt nach vorne machen zu können. Ich hoffe, dass wir das geschafft haben. Es wäre toll, wenn wir in Melbourne um einen Podestplatz mitfahren könnten.“ Und vielleicht endet am Sonntag sogar die Serie von 27 sieglosen Grands Prix für den Rennstall aus Maranello. Es wäre der erste Schritt zur endgültigen Rückkehr an die Spitze.

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