Drei weitere Russinnen bei Olympia 2012 gedopt

Drei weitere russische Leichtathletinnen sind bei Nachtests der Proben der Olympischen Spiele 2012 in London des Dopings überführt worden. Die Hammerwerferinnen Marija Bespalowa und Gulfija Chanafejewa sowie die Dreispringerin Viktoria Waljukewitsch wurden disqualifiziert, teilte der russische Leichtathletikverband am Mittwoch mit. Keine der drei Athletinnen war Medaillengewinnerin.

Mit der Disqualifikation von Bespalowa und Chanafejewa sind alle drei russischen London-Starterinnen im Hammerwerfen nun nachträglich als Dopingsünderinnen entlarvt worden. Bereits im Oktober 2016 war Tatjana Lysenko erwischt worden. Ihr wurde das Hammerwurf-Gold aberkannt.

Chanafejewa, die 2006 einen Weltrekord aufgestellt hatte, war schon 2002 und 2008 wegen Dopings bestraft worden. Und Bespalowa ist aktuell bereits gesperrt: Wegen eines positiven Tests 2015 auf Steroide verbüßt sie einen vierjährigen Bann.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte im Vorjahr mit Nachtests der Sommerspiele 2008 und 2012 begonnen. Dabei sind mehr als 30 russische Athleten in verschiedenen Sportarten nachträglich überführt worden. Sie bilden die größte Gruppe unter den insgesamt mehr als 100 im Nachhinein Erwischten. Durch die Nachtests wurden Russen 26 olympische Medaillen wieder aberkannt.