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„Wir wissen um die Belohnung“

Irlands Nationalmannschaft empfängt am Freitagabend (20.45 Uhr) im Aviva Stadium von Dublin das Team aus Wales. Die „Boys in Green“ wollen im Match gegen den Tabellendritten ihre Spitzenposition verteidigen, mit einem Heimsieg würden sie den Vorsprung auf den EM-Halbfinalisten auf sieben Punkte ausbauen.

Drei Siege und ein Remis hat die Mannschaft von Trainer Martin O’Neill in der Österreich-Gruppe D bisher angeschrieben. Serbien liegt mit zwei Zählern Rückstand derzeit auf Rang zwei und tritt auswärts gegen Georgien an.

Irlands Chance auf die vierte WM-Teilnahme könnte sich mit einem vollen Erfolg gegen Wales deutlich erhöhen. „Wir wissen um die Belohnung, wenn wir, wie angestrebt, gewinnen. Wir wären in einer wirklich guten Position für die zweite Hälfte der Qualifikation“, sagte Außenverteidiger Stephen Ward von Burnley. Am 11. Juni tritt Irland erneut vor heimischer Kulisse an, Gegner ist dann Österreich.

Wales setzt auf Superstar Bale

Seit Februar 1992 hat Irland in drei zu Hause erfolgten Duellen mit Wales dreimal gesiegt. Die Gäste hoffen auf das Ende dieser Serie, wenig überraschend soll das vor allem Gareth Bale bewerkstelligen. Vier Tore erzielte der Superstar von Real Madrid in der Qualifikation bereits, achtmal traf Wales insgesamt.

Gareth Bale

APA/AFP/Anthony Delvin

Bale erwies sich auch zuletzt im November beim 1:1 gegen Serbien als treffsicher

Bale gelte es zu stoppen, bekräftigte auch der irische Assistenzcoach Roy Keane. Das Rezept des ehemaligen Raubeins von Manchester United: „Der grundlegende Ratschlag ist, so schnell wie möglich bei ihm zu sein. Lass ihm keinen Raum, weil der Bursche kann laufen. Tackle ihn, triff ihn - ordnungsgemäß. Tackling ist Teil des verdammten Spiels.“ Irland plagen jedoch Verletzungssorgen. Spielgestalter Wes Hoolahan fehlt ebenso wie die Innenverteidiger Shane Duffy und Ciaran Clark. Robbie Brady sitzt außerdem eine Sperre ab.

17-jähriger Woodburn vor Debüt

Bei Wales ist Aaron Ramsey wieder fit. Mit dem 17-jährigen Liverpool-Mittelfeldspieler Ben Woodburn berief Teamchef Chris Coleman außerdem einen interessanten Debütanten ein. Der in England geborene Woodburn absolvierte in dieser Saison sieben Pflichtspiele für die „Reds“ und trug sich dabei bereits als Torschütze ein.

Gerüchte, er habe den Teenager nur einberufen, um ihn von einem Antreten für England abzuhalten, kosteten Coleman nur einen Lacher. „Wenn es zu früh für ihn wäre, hätte ich ihn für dieses wichtige Spiel wohl nicht nominiert“, betonte der walisische Chefcoach.

„Riesige Herausforderung“

Für Wales gilt in Dublin jedenfalls die Devise ‚Verlieren verboten‘. Als in der Auslosung top gesetzte Mannschaft der Gruppe liegen die „Drachen“ nach einem Sieg und drei Unentschieden hinter der erhofften Punkteausbeute. Im Juni wartet der nächste schwierige Auswärtstrip nach Serbien. Von einem Muss-Sieg in Dublin wollte Coleman dennoch nicht sprechen. „Ich sehe einfach eine riesige Herausforderung für uns. Wir werden uns dieser stellen, so wie wir es immer getan haben.“

Serbien und Georgien treffen zum ersten Mal aufeinander. Die in der Gruppe D ebenfalls noch ungeschlagenen Serben könnten dank früherer Anstoßzeit (18.00 Uhr) mit einem Sieg zumindest kurzfristig Platz eins übernehmen. Bewerkstelligen soll das wieder Dusan Tadic. Der Offensivmann von Southampton hat in der Qualifikation bisher drei Tore selbst erzielt und fünf weitere vorbereitet.

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