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In Dublin „sollten wir gewinnen“

Der wichtige 2:0-Heimsieg gegen Moldawien ist abgehakt. Obwohl das nächste Spiel der WM-Qualifikation erst am 11. Juni in Dublin steigt, geht Marcel Kollers Blick schon voraus. Mit vier Punkten Rückstand auf die Iren ist auch dort verlieren verboten. Die Partie wird zum Schlüsselspiel auf dem Weg nach Russland. „Wenn wir weiter nach vorne kommen wollen, sollten wir gewinnen“, sagte der ÖFB-Teamchef ohne Umschweife.

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Die Möglichkeit, das neue 3-4-3-System zu verfeinern, bietet sich schon am Dienstag gegen Finnland in Innsbruck (20.45 Uhr, live in ORF eins). Die Partie gegen die Moldawier hat Koller aber auch vor ein personelles Dilemma gestellt. Marko Arnautovic und Stefan Ilsanker sahen die zweite Gelbe Karte. „Das tut schon weh. Zwei wichtige Spieler sind gesperrt, deswegen habe ich da ein bisschen Bauchschmerzen“, sagte der Schweizer.

Trainer Marcel Koller

ORF.at/Lukas Krummholz

Teamchef Marcel Koller ist in den Monaten bis zum Irland-Spiel gefordert

Mit der Taktik gegen die Iren könne er sich deswegen noch nicht beschäftigen. „Wir müssen aber Lösungen finden“, sagte Koller, der Irland wieder so erwartet wie bei der 0:1-Heimniederlage im November. „Ich gehe davon aus, dass sie nicht anders spielen werden. Die Iren wollen sicher nicht, dass wir aufschließen. Schon mit einem Unentschieden bleibt der Abstand gleich. Aber eigentlich ist das noch zu weit weg.“

„Die richtige Mischung für Irland finden“

Ob es gegen die Iren das altbekannte 4-2-3-1-System oder die neue 3-4-3-Formation gehen wird, darauf wollte sich Koller nicht festlegen. „Da kann es wieder anders ausschauen. Wir wissen auch noch nicht, welche Spieler dabei sein werden“, sprach Koller die Personalsituation an. Kapitän Julian Baumgartlinger und Schalke-Legionär Alessandro Schöpf kehren aber nach ihren abgesessenen Sperren wieder zurück.

Alessandro Schoepf, Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger

GEPA/Christian Ort

Mit Schöpf (l.) und Baumgartlinger (r.) stehen mehr als nur Alternativen parat

Da Baumgartlinger am Sonntag wegen Zehenproblemen aus dem ÖFB-Kader entlassen wurde, könnte nur Schöpf im Testspiel gegen Finnland zum Einsatz kommen. Dort ist die Dreierkette wieder ein Thema. „Grundsätzlich wollten wir das ein bisschen einüben“, sagte Koller. Primär geht es aber darum, die richtige Mischung für Irland zu finden. „Es war schon das Ziel, dass wir das dort testen können“, sagte der Schweizer. Schöpf könnte dabei auf dem rechten Flügel eine Option sein.

Sperre für Arnautovic „schmerzhaft“

Während Baumgartlinger gegen Irland statt Ilsanker spielen kann, ist die Frage, wer der Ersatzmann für Arnautovic auf der linken Seite sein wird, kniffliger. Der Stoke-Legionär macht sich diesbezüglich aber keine Sorgen. „Der Spieler, der statt mir reinkommt, wird das genauso gut lösen“, ist Arnautovic überzeugt. In Irland brauche man eine 100-Prozent-Leistung. „Dann können wir auch dort etwas erreichen.“

Arnautovic war anfangs gar nicht bewusst, dass es bereits seine zweite Gelbe Karte in der WM-Qualifikation war. „Für mich ist es sicher schmerzhaft. Ich wusste das nicht. Ich habe ganz vergessen, dass ich schon eine Gelbe Karte habe“, sagte der der 27-Jährige. Gesehen hatte er sie im Oktober beim 2:2 gegen Wales.

Arnautovic will Lehrgang mitmachen

Teamchef Koller hatte die gelbgefährdeten Spieler vor dem ersten Länderspiel des Jahres auch nicht auf mögliche Sperren hingewiesen. „Das haben wir nicht angesprochen. Wir gehen davon aus, dass sie das wissen, wenn sie eine Gelbe Karte geholt haben“, sagte der Schweizer über seine Akteure.

Arnautovic will trotz seiner Sperre auch den Lehrgang rund um das Spiel gegen Irland mitmachen. Diesen Wunsch hat er bereits bei Koller deponiert. „Er wird sich das überlegen“, sagte Arnautovic. „Es ist die Entscheidung des Trainers.“ Möglicherweise rate ihm der Teamchef, nach einer langen Saison auf Urlaub zu gehen. „Aber ich möchte schon dabei sein. Ich will die Mannschaft unterstützen, auch mit meiner Präsenz auf dem Platz. Das will ich der Mannschaft auch als Motivator beim Training geben.“

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