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Zweiter Triumph nach 2005

Die Vienna Capitals haben am Freitag in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) einen 3:2-(2:2 1:0 0:0)-Sieg beim KAC gefeiert und die „Best of seven“-Finalserie mit 4:0 gewonnen. Nachdem schon im Viertelfinale gegen die TWK Innsbruck Haie und im Halbfinale gegen den HC Bozen Südtirol ein „Sweep“ gelang, holten die Wiener damit als erstes Team der EBEL-Geschichte den Titel ohne Play-off-Niederlage.

Die Capitals, die auch den Grunddurchgang und die Zwischenrunde auf Platz eins abgeschlossen hatten, dürfen sich damit über ihren zweiten Meistertitel nach 2005 freuen. Auch damals musste sich der 30-fache Rekordmeister KAC in der „Best of seven“-Finalserie, allerdings nur knapp mit 3:4 geschlagen geben. Vom erfolgreichen Meisterteam 2005 ist übrigens noch Caps-Verteidiger Philippe Lakos mit dabei.

Spieler der Vienna Capitals mit dem Meisterpokal

GEPA/Matic Klansek

Zum zweiten Mal nach 2005 beenden die Vienna Capitals die Saison als Meister

Dabei erwischten die Klagenfurter einen regelrechten Traumstart und lagen durch einen Treffer von Matthew Neal bereits nach 33 Sekunden mit 1:0 voran. Rafael Rotter (4.) und Andreas Nödl (7.) mit einem Short-Handed-Goal drehten die Partie aber zugunsten der Gäste. Kurz vor der ersten Pausensirene gelang Ziga Pance (20./PP) zwar noch einmal der Ausgleich, im Mitteldrittel traf Ryan McKiernan aber im Powerplay zur Vorentscheidung (26.).

Puckverlust in Überzahl dreht Spiel

Das vierte Finalduell begann ganz im Sinne des KAC. In der mit 4.925 Zuschauern ausverkauften Stadthalle lenkte Neal schon nach 33 Sekunden einen Schuss von Jamie Lundmark mit dem Stock ins Tor. Die Referees entschieden nach Videostudium nicht auf hohen Stock, sondern auf 1:0. Doch wie in den vergangenen Spielen fanden die Wiener rasch eine Antwort. Rotter verwertete einen abprallenden Schuss von McKiernan zum 1:1 (4.).

David Kickert (Capitals), Ryan Connor McKiernan (Capitals) und Stefan Geier (KAC)

GEPA/Matic Klansek

Der KAC kämpfte aufopfernd, ein Sieg in der Finalserie blieb aber aus

Ein Puckverlust in Überzahl des KAC ermöglichte nur drei Minuten später den Gästen einen Konter, den Nödl nach Zuspiel von Taylor Vause zur Führung nutzte. 51 Sekunden vor der ersten Drittelpause gelang den Rotjacken aber noch der Ausgleich zum 2:2. Pance scorte im Powerplay seinen fünften Play-off-Treffer. Doch die Führung blieb dem KAC versagt. Die Wiener nützten hingegen ein Überzahlspiel - McKiernan traf präzise ins linke Kreuzeck (26.).

Stange steht Capitals zur Seite

Im Schlussabschnitt drängte der KAC, der erstmals in einem Finalspiel den zuvor gesperrten Verteidiger Steven Strong einsetzen durfte, vehement. Es gab zahlreiche Chancen, doch den Stürmern von Coach Mike Pellegrims stand entweder die Stange (etwa bei Schüssen von Mark Hurtubise/36. oder Pance/47.) oder der überaus starke Goalie David Kickert im Weg. Im Sturmlauf im Finish - Keeper David Madlener war schon 107 Sekunden vor dem Ende vom Eis genommen worden - verhinderte u. a. Lakos in seinem 100. Play-off-Spiel den Ausgleich zum 3:3.

Matthew Neal (KAC)

GEPA/Daniel Goetzhaber

Der KAC muss auf den 31. Meistertitel zumindest noch ein weiteres Jahr warten

Für den KAC setzte es damit im dritten Finalduell mit den Wienern die zweite Niederlage. 2013 holten die Kärntner mit 4:0 gegen die Wiener ihre 30. und bisher letzte Meisterwürde. Heuer revanchierten sich Riley Holzapfel, der wertvollste Spieler der Liga (MVP), und seine Kollegen eindrucksvoll. Zwölf Jahre nach der Premiere und nach zwei verlorenen Finalserien (2013 gegen den KAC und 2015 ebenfalls mit 0:4 gegen Salzburg) war der Club von Präsident Hans Schmid wieder Spitze.

Erste Bank Eishockey Liga, Finale

Freitag:

KAC - Vienna Capitals 2:3

(2:2 0:1 0:0)

Stadthalle Klagenfurt, 4.925 Zuschauer, SR Lemelin/Smetana

Tore: Neal (1.), Pance (20./PP) bzw. Rotter (4.), Nödl (7./SH), McKiernan (26./PP)

Entstand in der „Best of seven“-Serie: 0:4

Strafminuten: 8 bzw. 10

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