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Quartett teilt sich Führung

Bernd Wiesberger ist auch bei seinem dritten Auftritt beim US Masters in Augusta bis zum Schluss mit von der Partie. Die österreichische Nummer eins schaffte nach Runden von 77 und 72 Schlägen den Cut und darf damit auch am Samstag und Sonntag an der Magnolia Lane abschlagen. In Führung liegt nach zwei von vier Runden ein Quartett.

Bernd Wiesberger beendete nach einem verkorksten ersten Tag die zweite Runde mit 72 Schlägen (Par) und schaffte damit mit insgesamt fünf über Par als geteilter 35. zum dritten Mal in Folge den Cut. In Führung liegen mit je 140 Schlägen (vier unter Par) die beiden US-Amerikaner Charley Hoffman und Rickie Fowler sowie Sergio Garcia aus Spanien und der Belgier Thomas Pieters. Ausgeschieden ist hingegen Titelverteidiger Danny Willett. Der Engländer verpasste den Cut nach einer 78er-Runde am zweiten Tag um einen Schlag.

Auf und ab im „Amen Corner“

Wiesberger startete im Gegensatz zum ersten Tag am Freitag im Augusta National GC mit Schlaggewinnen auf den Löchern zwei und drei ausgezeichnet. Turbulent verlief dann seine Reise durch den berühmten „Amen Corner“, die er nach einem Wasserball mit einem Doppel-Bogey auf der elften Bahn begann, einem Bogey auf der Zwölf fortsetzte und einem Birdie auf der 13 beendete. Nach einem weiteren Birdie auf der 16 setzte es zum Abschluss aber doch noch auch einen weiteren Schlagverlust auf der 18.

Bernd Wiesberger

APA/AFP/Getty Images/Rob Carr

Wiesberger und Co. hatten am zweiten Tag mit Windböen zu kämpfen

„Die beiden frühen Birdies haben mich schnell in eine angenehmere Position gebracht. Auf Loch elf hat eine Böe einen perfekt getroffenen Ball auf der Richtung gelenkt, was mich zwei Schläge gekostet hat“, sagte Wiesberger nach seiner zweiten Runde. „Leider konnte ich weitere gute Chancen auf den hinteren neun Loch nur teilweise nutzen“, sagte der Burgenländer, der nach dem ersten Tag nur auf dem 66. Rang zu finden gewesen war.

Es wäre mehr drinnen gewesen

Mit seiner Par-Runde machte Wiesberger gleich 31 Plätze gut. Trotzdem hätte es laut dem 31-Jährigen sogar noch weiter nach vorne gehen können. „Grundsätzlich bin ich mit dem heutigen Ergebnis zufrieden. Ich bin aber auch der Meinung, dass mehr drinnen gewesen wäre“, sagte Wiesberger, „bis auf den zweiten Schlag am 18. Loch habe ich eigentlich durchwegs gute Schläge gemacht und den Ball in den windigen Bedingungen viel besser kontrolliert als noch am ersten Tag. Auch der Putter hat besser funktioniert.“

Damit hat Wiesberger auch bei seinem dritten Augusta-Start den Sprungs ins Wochenende und damit den Kampf um das große Preisgeld beim mit zehn Mio. Dollar dotierten ersten Major des Jahres geschafft. Sein Masters-Debüt hatte er 2015 als 22. und bester Neuling beendet, im Vorjahr war er 34. geworden. Neun Schläge Rückstand auf die Spitze hat Wiesberger 2017 vor den beiden Schlussrunden. „Jetzt kann ich am Wochenende von hinten angreifen“, nahm sich der Weltranglisten-41. vor.

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