„Triple Crown“ als großes Ziel
Fernando Alonso wird heuer nicht in einem Formel-1-Auto auf den Straßen von Monte Carlo zu sehen sein. Der Spanier verzichtet heuer auf einen Start beim Grand Prix von Monaco. Grund: Alonso startet für McLaren bei dem ebenfalls am 28. Mai stattfindenden Indy 500 in Indianapolis. „Ich bin unglaublich aufgeregt“, so der zweifache F1-Weltmeister.
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Erstmals seit 38 Jahren wird McLaren wieder an dem Traditionsrennen auf dem Indianapolis Motorspeedway teilnehmen. Der von Alonso gesteuerte Wagen wird dort von Andretti Autosport genutzt. Es ist der Rennstall des früheren Indy-Car-Champions und McLaren-Piloten Michael Andretti. Er ist der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Mario Andretti, der ebenfalls auch den Klassiker in Indy gewinnen konnte.

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Alonso betritt im legendären Oval von Indianapolis Neuland
Wer den Spanier in Monte Carlo ersetzt und neben dem Belgier Stoffel Vandoorne für McLaren an den Start gehen wird, ist noch offen. Naheliegend wäre eine Lösung mit Jenson Button. Der Brite arbeitet als Entwicklungsfahrer für McLaren. Ende der vergangenen Saison hatte Button zwar seinen Formel-1-Abschied erklärt, sich für 2018 aber eine Option auf Rückkehr gesichert.
„Eine steile Lernkurve“
Für Alonso ist es der erste Start beim Indy 500. Auf der legendären Rennstrecke vor den Toren der Hauptstadt Indianas fuhr der Spanier bisher nur auf der F1-Strecke, die innerhalb des Ovals liegt. „Das Indy 500 ist eines der berühmtesten Rennen im internationalen Motorsportkalender, gleichbedeutend mit Le Mans und Monaco“, so Alonso auf der McLaren-Homepage, „natürlich tut es mir leid, dass ich in Monaco heuer nicht fahren werde. Aber es ist der einzige Grand Prix, den ich heuer auslassen werde.“
Bei den bisherigen Rennen in Australien und China hatte der Spanier, der nach seiner Rückkehr zu McLaren seine dritte Saison für den englischen Rennstall fährt, vor allem mit dem leistungsschwachen Honda-Motor zu kämpfen. Alonso äußerte bereits vor dem Saisonstart seinen Unmut über die Arbeit der Japaner. Der Ausflug in für ihn bisher unbekannte Gewässer kommt dem zweifachen Weltmeister daher gerade recht.

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In Monaco gewann Alonso zuletzt 2007 - ebenfalls mit McLaren
„Ich habe zwar noch nie ein Indy-Car gesteuert, noch bin ich je auf einem Super-Speedway gefahren, aber ich bin mir sicher, dass ich es schnell im Griff haben werde“, so Alonso, der unmittelbar nach dem Grand Prix von Spanien in Barcelona in die USA reisen will und sich ab 15. Mai auf das Rennen in Indianapolis vorbereiten wird. „Ich weiß, dass ich eine steile Lernkurve vor mir habe“, so der 35-Jährige, der auch vom Wissen und der Erfahrung der Andrettis „so viel ich kann“ aufsaugen möchte.
Auf den Spuren von Graham Hill
Der kurzfristige Wechsel in ein Indy-Car ist für Alonso auch die Chance, seinem Kindheitstraum ein Stück näher zu kommen: zumindest einen Sieg in Monaco, Indianapolis und bei den 24 Stunden von Le Mans zu feiern. „Ich habe in Monte Carlo schon zweimal gewonnen und es ist eines meiner Ziele die Triple Crown zu gewinnen“, so Alonso auf der Team-Homepage, „es ist eine schwere Herausforderung, aber ich nehme sie an.“
Bisher ist dieser Coup nur einem gelungen: Graham Hill. Der 1975 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene zweifache F1-Weltmeister aus England gewann fünfmal in Monte Carlo, triumphierte 1966 in Indianapolis und holte sich 1972 auch den Sieg in Le Mans. Vor allem für Letzteres setzt sich Alonso keine Frist. „Ich weiß noch nicht, wann ich in Le Mans fahren werde. Aber ich bin erst 35, es ist noch genug Zeit dafür.“
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