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Vettel für Pirelli unterwegs

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat am Dienstag bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain trotz eines technischen Defekts zu Beginn die schnellste Zeit markiert. In 97 Runden versuchten der Brite und sein Team, entscheidende Verbesserungen gegenüber Ferrari am Auto zu finden. Vor allem die Reifen machen den Silberpfeilen zu schaffen.

Zwei Tage haben die Teams zwischen dem vergangenen Großen Preis in dem Königreich am Persischen Golf und dem kommenden Grand Prix in der russischen Ex-Olympiastadt Sotschi Zeit, ihre Autos weiter zu verstehen und sie zu verbessern.

Der Ferrari zeigte sich bisher bei wärmeren Temperaturen wie in Australien und Bahrain von seiner besten Seiten, der neue Silberpfeil mag es eher etwas kühler. Steigen die Temperaturen, klappt das Zusammenspiel zwischen Wagen und Reifen nicht optimal.

Mercedes will die Reifen verstehen

Vor allem zu Rennbeginn, wenn die Autos mit vollen Tanks unterwegs sind, leiden die Gummis, erst recht, je weicher sie sind. Das war in Bahrain auch die Phase, in der die Silberpfeile ihre Siegeschancen einbüßten. „Das müssen wir unbedingt verstehen“, sagte Hamiltons Teamkollege und Bahrain-Pole-Mann Valtteri Bottas zu den Problemen.

Selbst wenn nach bisherigen Vorhersagen das nächste Rennen in anderthalb Wochen in Russland keine derartige Hitzeschlacht werden dürfte, kommen die Testfahrten im heißen Bahrain den Silberpfeilen gerade recht. „Wir haben ein bisschen was zu tun bei den Tests“, sagte Hamilton, bevor er den Mercedes am Dienstag wieder steuerte: „Wir müssen das Auto verbessern und unser Wissen über die Reifen, damit wir im nächsten Rennen wieder in einer besseren Position sind.“

Vettel testet für 2018

Am Dienstag herrschten tagsüber in Sachir wieder Temperaturen über 30 Grad. Und es stehen noch genügend Grands Prix mit möglichem Hitzefaktor wie Ungarn, Italien, Singapur, Malaysia, die USA, Mexiko und das Finale in Abu Dhabi an. Hinter Hamilton belegte Ferrari-Testpilot Antonio Giovinazzi mit 0,626 Sekunden Rückstand Platz zwei, auf den dritten Rang fuhr Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (+0,991).

Bahrain-Sieger Vettel fuhr am Dienstag auch. Der WM-Spitzenreiter absolvierte für Reifenhersteller Pirelli ein Spezialprogramm und teste gesondert schon mal die Reifen für 2018. Der Ferrari-Fahrer belegte den neunten Platz unter zwölf Fahrern. Am Mittwoch wird der Deutsche, der nach seinem Sieg in Bahrain sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton hat, mit den aktuellen Gummis wieder auf die Strecke fahren.