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Madrilenen erneut im Halbfinale

Mit einem 1:1 bei Leicester am Dienstag im Viertelfinal-Rückspiel hat sich Atletico Madrid erneut den Aufstieg ins Halbfinale gesichert. Das Hinspiel hatten die Madrilenen mit 1:0 gewonnen. Während für die Engländer der Traum vom Titel geplatzt ist, stehen die Spanier bereits zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren in der Vorschlussrunde.

„Ins Halbfinale zu kommen ist alles andere als einfach. Es dreimal in vier Jahren zu schaffen ist einfach unglaublich. Wir genießen es“, sagte der 25-jährige Atletico-Mittelfeldspieler Koke.

Atletico setzt sich gegen Leicester durch

Atletico Madrid steht im Halbfinale. Madrid setzte sich im Hinspiel in Madrid mit 1:0 durch.

2014 (1:4 in der Verlängerung) und 2016 (3:5 im Elfmeterschießen) gelang auch der Einzug ins Finale, in dem jeweils der Lokalrivale Real knapp das bessere Ende hatte. Die „Königlichen“ sind auch jetzt wieder ein möglicher Gegner, die Auslosung findet am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon statt.

„Spiele, die die Leute lieben“

Architekt des Erfolgs ist Trainer Diego Simeone. Der 2012 angetretene 46-jährige Argentinier hat aus Atletico eines der gefürchtetsten Teams in Europa gemacht. „Ich bin gerührt, stolz und voller Hoffnung nach diesem Spiel gegen ein Team, das bis zum Schluss gekämpft und uns alles abverlangt hat“, resümierte Simeone. In einem leidenschaftlichen Spiel hätten beide Teams ihre Chancen gehabt. „Das sind jene Spiele, die die Leute lieben“, sagte Atleticos Chefcoach.

Spieler von Atletico jubeln

APA/AP/Rui Vieira

Atletico feierte den nächsten Einzug ins CL-Halbfinale

Seine Truppe ging durch einen Kopfball von Saul Niguez (26.) in Führung. Leicester benötigte dadurch drei Treffer, es gelang aber nur jener von Jamie Vardy (61.). Die Engländer rannten in der Schlussphase vergeblich an, Atleticos Abwehrriegel hielt dem Druck stand. „Die Mannschaft hat das gemacht, was nötig war, um weiterzukommen. Die Spieler sind großartig“, sagte Simeone.

Chance auf nächstes CL-Ticket

Ein kleiner Wermutstropfen waren die verletzungsbedingten Ausfälle der in der zweiten Hälfte ausgetauschten Außenverteidiger Juanfran und Filipe Luis. Das Duo sollte aber bis zum Halbfinale, das am 2./3. bzw. 9./10. Mai ausgetragen wird, wieder fit sein.

Atletico hat damit weiter zwei Chancen, sich für die nächstjährige Champions League zu qualifizieren. In der Liga sind Antoine Griezmann und Co. nach 32 Spielen als Dritter aktuell auf dem letzten Fixplatz, der (in der Qualifikation antretende) Vierte FC Sevilla lauert aber drei Zähler dahinter.

Leicester geht erhobenen Hauptes

Für Leicester ist seit Dienstag klar, dass der Auftritt in der „Königsklasse“ vorerst ein einmaliger war. Der links in der Abwehr agierende Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs und Co. verabschiedeten sich erhobenen Hauptes. „Es ist keine Schande, gegen ein Team dieses Kalibers auszuscheiden. Der ganze Club, die Fans, Besitzer und Spieler können unglaublich stolz darauf sein, was in dieser Saison erreicht wurde“, sagte Trainer Craig Shakespeare.

Bei Vardys Tor sei das Momentum auf der Seite seines Teams gewesen. „Am Ende wollte es aber nicht mehr sein“, sagte der bis jetzt ziemlich erfolgreiche Claudio-Ranieri-Nachfolger. In der Liga ist der zwölftplatzierte Champion längst entthront, mit einem starken Lauf konnte zuletzt aber die Abstiegsgefahr gebannt werden.

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