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Abschied nach Jubiläumstitel?

Hypo Tirol hat sich am Sonntag seinen zehnten Meistertitel in der heimischen Volleyball-Liga der Herren (Deniz Bank Volley League) gesichert. Die Innsbrucker feierten im fünften Spiel der „Best of seven“-Finalserie gegen Posojilnica Aich/Dob in Bleiburg einen 3:0 (21,22,18)-Auswärtssieg und schlossen die Serie mit 4:1 Siegen ab. Tirol ist zum vierten Mal in Serie Champion, die Zukunft dürfte aber in der deutschen Liga sein.

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Aich/Dob, der Meister von 2013, war im dritten Finalmatch daheim ein 3:2-Erfolg gelungen, am Sonntag mussten die Kärntner aber die Überlegenheit des Favoriten anerkennen. Nur im zweiten Satz kamen die Gastgeber dank eines starken Finish einem Satzgewinn nahe. „Tirol hat verdient gewonnen“, gab Aich/Dob-Spieler Maximilan Thaller zu.

„Das ist ein perfekter Abschluss“

„Der zehnte Titel im 20. Jahr ist ein perfekter Abschluss“, deutete Hypo-Tirol-Manager Hannes Kronthaler im ORF-Interview den Abschied aus der heimischen Liga nach dem Jubiläumstitel an. „Der Meistertitel ist ohnehin immer emotional, ich war aber vorbereitet. Ich habe die Entscheidung nämlich schon vor zwei Monaten getroffen“, sprach er die Nichtnennung für die kommende Saison an. „Aber jetzt schauen wir einmal, aber wahrscheinlich wird es so sein.“

Martti Juhkami und Pedro Henrique Frances (Tirol) jubeln

GEPA/Matic Klansek

Ob Tirol auch in der nächsten Saison in der heimischen Liga jubelt, ist unklar

Bereits am Dienstag hatte Verbandspräsident Peter Kleinmann in einer Aussendung von immer konkreter werdenden Abwanderungsplänen der Tiroler in die deutsche Liga gesprochen. Hypo-Tirol-Manager Hannes Kronthaler wollte das noch nicht offiziell bestätigen, verwies aber auf seine schon seit Längerem geäußerten Ideen von Teilnahmen in Italien oder Deutschland. Ende April werde man mehr wissen, sagte der Manager.

Kooperation mit Unterhaching steht im Raum

Laut Kleinmann „soll Kronthaler planen, die Mehrheitsanteile von TSV Unterhaching zu erwerben, um dann die Spiele abwechselnd in Unterhaching und Innsbruck auszutragen“. Die Nennfrist für die kommende Saison hat man beim Meister jedenfalls verstreichen lassen, nach derzeitigem Stand geht die Austrian Volley League 2017/18 ohne Tirol über die Bühne.

Hintergrund ist ein Sponsorkonflikt, steht dem jahrelangen Tirol-Geldgeber Hypo doch auf Ligaebene seit einem Jahr mit DenizBank ein anderes Geldinstitut gegenüber. In der laufenden Saison reagierte Tirol-Manager Kronthaler darauf, indem er die verpflichtenden DenizBank-Banden bei Ligaspielen nicht aufstellte. Die dafür fällige Strafsumme zahlte er. Die Pönale wurde nun aber kräftig erhöht. Letztlich unterließen die Tiroler die Nennung für die nächste Saison.

Aich/Dob kann für CL-Quali planen

„Tirol ist in Österreich mit dieser Mannschaft unschlagbar, aber wir haben dagegengehalten und schauen positiv in die Zukunft“, meinte Aich/Dob-Manager Martin Micheu. Sein Team wird nach aktuellem Stand anstelle von Tirol die Champions-League-Qualifikation bestreiten. Ob das Tiroler Team zusammenbleibe, könne er noch nicht sagen, gab Kronthaler an. Im Amateurbereich in der zweiten Bundesliga - da wurde die zweite Mannschaft Meister - werde man jedenfalls weiterspielen.

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