Themenüberblick

„Sehr gute Leistung“ notwendig

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM der Division IA (B-WM) nach dem überzeugenden 5:0-Sieg gegen die bis dahin ungeschlagenen Südkoreaner alle Chancen, nach zwei Jahren Zweitklassigkeit wieder in die Elite der 16 besten Mannschaften zurückzukehren. „Wir haben an den richtigen Stellschrauben gedreht“, erklärte Teamchef Roger Bader die beste Leistung seiner Mannschaft in Kiew.

Der Schweizer musste zwar auf Layne Viveiros (Rippenverletzung) verzichten, dafür liefen überraschend die angeschlagenen Leistungsträger Thomas Raffl (Fußverletzung) und Stefan Ulmer (Fingerverletzung) ein. „Wir wollten kompakt spielen, das ist uns gelungen“, sagte der Schweizer.

Formkurve zeigt nach oben

Letztes Jahr bei der WM habe die Formkurve nach unten gezeigt, „heuer scheint es nach oben zu gehen. Vielleicht auch, weil ich die Belastung auf mehrere Schultern verteile“, erklärte Bader. Mit einem weiteren Erfolg im abschließenden Match am Freitag (16.00 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream) gegen Polen - allerdings nur nach 60 Minuten - kann der Aufstieg fixiert werden.

Dass diese Hürde nicht leicht zu nehmen sein wird, ist dem Teamchef bewusst: „Ich habe immer gesagt, es gibt fünf harte Spiele, ich habe das nicht als Floskel gemeint. Polen hat in den letzten zwei Jahren einen großen Schritt gemacht. Sie haben noch kein Tor im Unterzahlspiel und überhaupt wenige Tore bekommen.“

Polen verfügt über kompakte Mannschaft

Die Polen, die mit sechs Gegentoren die zweitwenigsten nach Österreich (4) hinnehmen mussten, verfügen laut Bader über eine kompakte Mannschaft. „Man darf nicht vergessen, wir haben im Vorjahr in Kattowitz gegen sie verloren. Wir müssen sicher noch einmal eine sehr gute Leistung bringen“, sagte der 52-Jährige.

ÖEHV-Trainer Roger Bader

APA/Helmut Fohringer

Teamchef Bader ist sich der Stärken des letzten Gegners in Kiew bewusst

Auch Lukas Haudum, Österreichs Torschütze zum 1:0 gegen Südkorea, weiß um die Stärke des nächsten Gegners. „Polen ist defensiv und kämpferisch sehr stark, aber wenn wir so spielen wie heute, dann ist das unser Spiel, glaube ich“, meinte der Malmö-Legionär nach dem Triumph über die Asiaten.

Heinrich hofft auf „schönes Ende der Saison“

Dominique Heinrich, der das 3:0 erzielte, freute sich über die verbesserte Chancenauswertung. „In den letzten paar Spielen war unsere Torschusseffizienz nicht unsere Stärke, heute war das anders, wir konnten unsere Chancen verwerten“, sagte der Verteidiger von Red Bull Salzburg. Das habe beim Gegner Wirkung gezeigt. Gegen Polen erwartet Heinrich noch eine sehr harte letzte Partie, „aber hoffentlich wird es ein schönes Ende der Saison“.

Eine solide Teamleistung nannte Stürmer Thomas Hundertpfund als Grund für das zweite Shut-out der Österreicher bei der WM, „sowohl offensiv als auch defensiv“. Polen sei eine gute Mannschaft. „Sie haben wenige Tore bekommen, sind defensiv stark. Wenn wir wieder so spielen wie heute schaut es nicht so schlecht aus“, glaubt der KAC-Spieler an den Aufstieg. Ein Sieg in der regulären Spielzeit würde das Ticket für die A-WM 2018 (4. bis 20. Mai) in Dänemark (Kopenhagen und Herning) bedeuten.

Links: