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Dritter Titel für „Jester from Leicester“

Der Weltmeister im Snooker heißt so wie im Vorjahr Mark Selby. Der 33-jährige Engländer verteidigte am Montag im Crucible Theatre von Sheffield mit einem 18:15-Sieg im finalen „Best of 35“ gegen den Schotten John Higgins erfolgreich seinen Titel und krönte sich zum insgesamt dritten Mal nach 2014 und 2016 zum König der Snooker-Spieler.

Selby stieß mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung in einen elitären Kreis vor. Als erst vierter Spieler nach seinen beiden Landsleuten Steve Davis und Ronnie O’Sullivan sowie dem Schotten Stephen Hendry konnte der Engländer im Crucible Theatre - wo seit 1977 die WM ausgetragen wird - einen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Zuletzt war dieser Coup O’Sullivan, der heuer bereits im Viertelfinale gescheitert war, im Jahr 2013 gelungen. „Es ist unglaublich, ich muss mich, glaube ich, noch einmal zwicken“, sagte der alte und neue Weltmeister.

Mark Selby

APA/AFP/Paul Ellis

Selby durfte so wie im Vorjahr mit dem WM-Pokal um die Wette strahlen

Furiose Aufholjagd

Selby hatte im zweitägigen Finale einen denkbar schlechten Start erwischt. Der 33-jährige „Jester from Leicester“ (Witzbold aus Leicester) lag am Sonntag gegen den vierfachen Weltmeister Higgins zwischenzeitlich mit 4:10 zurück und startete dann in dem packenden Endspiel eine furiose Aufholjagd. Zwischenzeitlich erzielte er über 200 Punkte am Stück, ohne dass Higgins einen Ball lochen konnte. Nach 4:10-Rückstand gewann Selby in der Folge zehn von elf Frames.

„Dass ich es von 4:10 noch auf 7:10 geschafft habe, war der entscheidende Punkt. Bei 4:10 habe ich mir gesagt: Wenn du schon untergehst, dann kämpfe wenigstens dagegen“, sagte Selby. Higgins gab zwar nicht auf und verkürzte beim Stand von 12:16 aus seiner Sicht die Partie noch einmal mit drei gewonnen Frames in Folge auf 15:16, doch im 33. Frame des Duells machte Selby den Sack zu.

John Higgins

APA/AFP/Paul Ellis

Higgins verspielte am zweiten Finaltag noch seinen klaren Vorsprung

Selby nahm mit seinem Finalerfolg über den Schotten auch verspätet Revanche. Vor exakt zehn Jahren waren die beiden Finalisten ebenfalls im WM-Finale aufeinandergetroffen: Damals siegte Higgins mit 18:13. Der Schotte war erstmals seit Gewinn der Weltmeisterschaft 2011 wieder im Finale gestanden. Seinen ersten von vier Titeln hatte Higgins bereits 1998 gefeiert.

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