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Kanada fertigt Weißrussland ab

Die Favoriten Kanada und Russland haben am Montag die nächsten Siege bei der Eishockey-WM in Frankreich und Deutschland gefeiert. Der Titelverteidiger aus Nordamerika fertigte in Gruppe B in Paris Weißrussland mit 6:0 ab, Russland setzte sich in Gruppe A in Köln gegen Gastgeber Deutschland nach 5:0-Führung mit 6:3 durch.

Für die Deutschen war es nach dem Überraschungserfolg zum Auftakt über die USA und der 2:7-Niederlage gegen Finnland die zweite bittere Pleite hintereinander. Russland steht indes wie Kanada nach drei Spieltagen mit drei Siegen da und wurde bei den Titelkämpfen bisher nur in der ersten Partie gegen Schweden (2:1 n. P.) gefordert. Nach dem Kantersieg über Italien (10:1) und dem Erfolg über Deutschland hält die „Sbornaja“ nun schon bei 18 Toren.

Wadim Schipatschow (RUS) erzielt ein Tor

APA/AP/Martin Meissner

Deutschland zog bei der Heim-WM gegen Russland klar den Kürzeren

DEB-Team macht sich Leben selbst schwer

Allerdings ließen die Russen beim 37. Sieg über Deutschland im 38. WM-Spiel nach einem zwischenzeitlichen 5:0 etwas die Zügel schleifen und den Gastgeber im Schlussdrittel noch einmal herankommen. Für den 27-maligen Weltmeister trafen vor rund 18.500 Zuschauern in der erneut ausverkaufte Arena in Köln Wadim Schipatschjow (2./18.), Sergej Plotnikow (19.), Nikita Gussew (32.) und Nikita Kutscherow (36./52.). Für Deutschland waren Brooks Macek (46.), Philip Gogulla (49.) und Frederik Tiffels (60.) erfolgreich.

Vorentscheidend war dabei eine frühe Matchstrafe für Patrick Hager, die er bereits im ersten Drittel nach einer unnötigen Attacke von hinten in die Beine von Sergej Mosjakin kassierte. In der daraus resultierenden Unterzahl kassierte das DEB-Team die bereits vorentscheidenden Gegentreffer zum 0:2 und 0:3. „Das reicht so nicht“, kritisierte Deutschlands Kapitän Christian Ehrhoff, der erstmals bei der WM auf dem Eis stand, nachdem er die ersten beiden Spiele verletzt verpasst hatte.

Im Abendspiel unterlag der neunmalige Titelträger Schweden gegen die USA mit 3:4 (3:2 0:1 0:1). Vor 18.400 Zuschauern war NHL-Stürmer Johnny Gaudreau am Montagabend zweifacher Torschütze für die US-Auswahl. In der Gruppe A hat die USA damit sechs Punkte gesammelt, Schweden vier.

Kanada weiter mit weißer Weste

Makellos unterwegs ist weiter Titelverteidiger Kanada. In Paris gewann der 26-malige Titelträger vor 4.360 Zuschauern gegen Weißrussland mit 6:0 (1:0 2:0 3:0). Nate MacKinnon traf doppelt. Neben Schweden und Rekordchampion Russland gilt Kanada als Favorit. Zuvor hatten sich die Kanadier bereits mit 4:1 gegen Tschechien und mit 7:2 gegen Slowenien durchgesetzt.

Tschechien holte am Abend gegen Finnland ein 0:3 auf und setzte sich am Ende mit 4:3 (0:3, 0:0, 3:0) nach Penaltyschießen durch. Die Finnen, die 2016 im WM-Finale standen, hatten am Sonntag überraschend mit 1:5 gegen Frankreich verloren.

Eishockey-A-WM in Deutschland und Frankreich

Montag:

Gruppe A in Köln:

Deutschland - Russland 3:6

(0:3 0:2 3:1)

Tore: Macek (46.), Gogulla (49./PP) bzw. Schipatschow (2., 18./PP), Plotnikow (19./PP), Gusew (32./PP), Kutscherow (36., 52.)

Beginn 20.15 Uhr:

Schweden - USA 3:4

(3:2 0:1 0:1)

Tore: Lindholm (3./PP, 14.), Hedma (19.) bzw. Keller (4.), Gaudreau (19., 23.), Compher (52.)

Gruppe B in Paris:

Kanada - Weißrussland 6:0

(1:0 2:0 2:0)

Tore: Point (6., 55.), MacKinnon (25./PP, 36.), Skinner (48.), Giroux (51.)

Beginn 20.15 Uhr:

Finnland - Tschechien 3:4 n. P.

(3:0 0:0 0:3 / 0:0)

Tore: Filppula (1.), Jaakola (3.), Lajunen (14.) bzw. Horak (48./PP), Gudas (58.), Kovar (59.)

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