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Vorentscheidung im Titelrennen

Chelsea hat den Ausrutscher von Verfolger Tottenham Hotspur im Titelrennen der Premier League genutzt und den Vorsprung auf die „Spurs“ bei drei noch ausstehenden Spielen auf sieben Punkte ausgebaut. Die „Blues“ bezwangen am Montag zum Abschluss der 36. Runde Middlesbrough mit 3:0 (2:0) und besiegelten damit gleichzeitig auch den vorzeitigen Abstieg der Gäste.

Während sich der einzige Titelkonkurrent Tottenham bereits am Freitag bei West Ham mit 0:1 geschlagen geben hatte müssen, ließ das Team von Trainer Antonio Conte gegen Middlesbrough nichts anbrennen. Bereits vor der Pause machten Diego Costa (23.) und Marcos Alonso (34.) für die drückend überlegenden Gastgeber alles klar. Nach dem Seitenwechsel fixierte Nemanja Matic den 3:0-Endstand (65.).

Jubeltraube von Chelsea

Reuters/Action Images/John Sibley

Conte formte aus Chelsea innerhalb eines Jahres wieder ein Meisterteam

„In dieser Saison wäre Tottenham wohl ohne Probleme Meister geworden, hätten wir nicht so stark gespielt“, hatte der Italiener Conte bereits vor dem Match an der Stamford Bridge die konstant starke Leistung seiner Mannschaft hervorgehoben. Mit 27 Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen halten die „Blues“ drei Runden vor Schluss bei 83 Punkten und damit bei zwei mehr als der entthronte Titelverteidiger Leicester City im Vorjahr am Ende der Saison. Mit einem Sieg am Freitag bei West Bromwich wäre der Titel perfekt.

Conte steht damit bereits in seiner Debütsaison in der Premier League unmittelbar vor der Krönung. Im Vorjahr schloss Chelsea die Meisterschaft nur auf dem enttäuschenden zehnten Rang ab und verpasste die internationalen Startplätze. In nur einem Jahr richtete der Italiener die Mannschaft aber wieder auf und greift mit den „Blues“ nun nicht nur nach dem sechste Titel der Vereinsgeschichte, sondern auch nach dem Double. Im FA-Cup-Finale trifft Chelsea am 27. Mai im Wembley-Stadion auf Arsenal.

Erster Wenger-Sieg über Mourinho

Die „Gunners“ hatten am Sonntag einen 2:0-Heimsieg über Manchester United gefeiert und waren den fünftplatzierten „Red Devils“ bis auf zwei Punkte nahe gekommen. Granit Xhaka (54.) und Danny Welbeck (57.) entschieden die Partie innerhalb von nur drei Minuten zugunsten der Londoner und beendeten damit Uniteds Serie von zuvor 25 Spielen ohne Niederlage. Die „Gunners“, die ihrem Trainer Arsene Wenger den ersten Premier-League-Sieg gegen seinen Erzrivalen Jose Mourinho bescherten, bleiben mit 63 Punkten Sechster hinter dem Fünften United (65), haben aber ein Spiel weniger absolviert.

Bei den ersatzgeschwächten Gästen aus Manchester fehlten unter anderen der Langzeitverletzte Zlatan Ibrahimovic und der gesperrte Marouane Fellaini. Andere Stammspieler, darunter Paul Pogba, ließ Mourinho auf der Bank, um sie für das Halbfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag gegen Celta Vigo zu schonen. Das Hinspiel hatten die Engländer auswärts mit 1:0 für sich entschieden.

Rückschlag für Liverpool

Einen Rückschlag im Kampf um einen Fixplatz in der Königsklasse kassierte unterdessen Liverpool. Die „Reds“ kamen vor eigenem Publikum gegen Southampton nicht über ein 0:0 hinaus, auch weil James Milner in der 66. Minute einen Elfmeter vergab, und liegen damit als Dritter nur einen Zähler vor dem Vierten Manchester City, der bereits am Samstag einen 5:0-Kantersieg gegen Crystal Palace gefeiert hatte. Die Top Drei der Premier League sind fix für die Champions League qualifiziert, der Vierte muss in die Qualifikation.

In Manchester war David Silva mit seinem 50. Treffer für City schon in der zweiten Minute erfolgreich. Nach dem Seitenwechsel legte die Auswahl von Starcoach Josep Guardiola durch Vincent Kompany (49.), Kevin de Bruyne (59.), Raheem Sterling (82.) und Nicolas Otamendi (93.) nach. „Es freut mich, dass sich die Leute endlich über einige Tore freuen können“, sagte Guardiola, der zuletzt die mangelnde Effizienz seiner Akteure beklagt hatte.

Fuchs gewinnt Duell mit Prödl

Leicester City verbesserte sich nach einem 3:0-Heimsieg gegen Watford auf Platz neun. Auf einem einstelligen Rang standen die „Foxes“ zuletzt in der dritten Runde. Christian Fuchs jubelte über einen verdienten Erfolg des Noch-Meisters, Watford mit Sebastian Prödl kassierte die dritte Niederlage in Folge. In Abstiegsgefahr sollte der 15. aber nicht mehr geraten.

Marko Arnautovic musste sich mit Stoke (13.) bei Bournemouth trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 begnügen. Der Wiener vergab nach einer Stunde per Kopf aus wenigen Metern die Riesenchance auf das 2:0, eine Minute später glich Bournemouth aus. Am 2:1 seines Teams durch Mame Biram Diouf (73.) war Arnautovic beteiligt, Stoke musste aber noch den Ausgleich (81.) hinnehmen.

Premier League

36. Runde

Freitag, 5. Mai:
West Ham Tottenham 1:0
Samstag, 6. Mai:
Manchester City Crystal Palace 5:0
Leicester City * Watford ** 3:0
Bournemouth Stoke City *** 2:2
Burnley West Bromwich 2:2
Hull City Sunderland 0:2
Swansea City Everton 1:0
Sonntag, 7. Mai:
Liverpool Southampton 0:0
Arsenal Manchester United 2:0
Montag, 8. Mai:
Chelsea Middlesbrough 3:0
* Fuchs spielte durch
** Prödl spielte durch
*** Arnautovic bis zur 90. Minute

Tabelle

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