Infantino unterstützt Rassismusopfer Muntari

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat dem ghanaischen Fußballer Sulley Muntari im Rassismusskandal seine Unterstützung zugesagt. „Es gibt leider immer überall Idioten, aber wir müssen sie bekämpfen“, sagte Infantino am Dienstag vor dem Counciltreffen des Weltverbands im bahrainischen Manama. Er werde mit dem italienischen Verbandspräsidenten Carlo Tavecchio und auch mit Muntari sprechen. „Wir werden zusammenarbeiten.“

Muntari vom italienischen Erstligisten Pescara hatte vor gut einer Woche kurz vor dem Abpfiff im Spiel gegen Cagliari beim Schiedsrichter gegen rassistische Beleidigungen protestiert und verlangt, dagegen vorzugehen, dafür aber die Gelbe Karte gesehen. Als er sich weigerte, einfach weiterzuspielen, und das Feld verließ, sah er Gelb-Rot.

Muntari wurde zunächst gesperrt, das Berufungsgericht des italienischen Verbands sah die Sperre als unangebracht an und hob sie auf. Infantino erinnerte an die Vorgaben der FIFA für Schiedsrichter bei rassistischen Vorfällen. „Das Spiel stoppen, eine Ansage machen, das Spiel für längere Zeit stoppen, die Spieler vom Platz nehmen“, sagte er.