Themenüberblick

Grazer kämpfen gegen Auswärtsfluch

Der Kampf um Europa geht am Sonntag (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) in der Cashpoint Arena von Altach in die nächste Runde. Mit einem Heimsieg gegen SK Puntigamer Sturm Graz wollen die Altacher an den Steirern auf Platz drei vorbeiziehen und sich im Kampf um ein Europa-League-Ticket in die bessere Position bringen. „Ein Heimsieg ist Pflicht“, sagte Altach-Coach Martin Scherb.

Übertriebene Dramatik ist die Sache von Sturm-Coach Franco Foda nicht. „Es ist kein entscheidendes, aber ein sehr wichtiges Spiel“, meinte der Deutsche, dessen Truppe vor der 33. Runde einen Zähler vor Altach Platz drei bekleidet. Spannung sei so oder so bis zum Schluss garantiert: „Der Kampf um die internationalen Plätze wird bis zum letzten Spieltag dauern.“

Franco Foda

APA/EXPA/Alexander Forst

Foda will von einer Vorentscheidung im Kampf um die EC-Plätze nichts wissen

Am vorigen Wochenende feierten die „Blackys“ einen 3:2-Heimerfolg über St. Pölten, nach zwei Niederlagen en suite ein wichtiges Erfolgserlebnis für die im Frühjahr schwächelnden Grazer. „Die Mannschaft hat gegen St. Pölten Selbstvertrauen getankt, das hat sich auch im Training gezeigt, wo sie sehr konzentriert und fokussiert aufgetreten ist“, berichtete Foda. Der Gegner, der zuletzt ein Heim-1:1 gegen die Austria holte, hat seinen Respekt: „Die Vorarlberger haben eine gute Leistung gebracht. Aber wir fahren auf jeden Fall hin, um zu gewinnen.“

Tipico-Bundesliga, 33. Runde

Sonntag, 16.30 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

Altach - Sturm Graz

Cashpoint Arena, SR Jäger

Mögliche Aufstellungen:

Altach: Kobras - Lienhart, Zwischenbrugger, Janeczek, Schreiner - Salomon, Netzer, Jäger, Luxbacher - Dovedan, Ngamaleu

Sturm: Gratzei - Koch, Maresic, Schulz, Lykogiannis - Jeggo, Piesinger - Hierländer, Atik, Schmerböck - Zulechner

Foda hadert mit Auswärtsschwäche

Zu denken muss Foda freilich geben, dass man in der Fremde aktuell fünf Niederlagen in Folge zu Buche stehen hat. „Nach den Auswärtsniederlagen der letzten Zeit, gilt es nun wieder auswärts zu punkten“, betonte Verteidiger Fabian Koch. Im ehemaligen „Schnabelholz“ müssen er und seine Kollegen allerdings nun auch auf Mittelfeldmann Andreas Gruber (Prellung) und Stürmer Deni Alar (Adduktorenprobleme) verzichten.

Sturm feilt indes bereits an der Kaderplanung für die kommende Saison, jüngst gab es Vertragsverlängerungen mit Christian Schoissengeyr („Er hat alle Voraussetzungen, um ein großer Spieler zu werden“) und Charalampos Lykogiannis. „Es gibt intensive Gespräche mit Günter Kreissl, es ist nicht einfach, die Dinge dann auch umzusetzen“, erklärte Foda. Das Zauberwort heißt Verkleinerung. „Der Kader ist zu groß. Wir werden in Zukunft mehr Wert auf die Qualität legen“, betonte der Deutsche.

Winterkönig bangt um Belohnung

Sein Altacher Pendant, Martin Scherb, denkt vorerst vor allem an das große Ziel Europacup. Schließlich droht dem Winterkönig in letzter Sekunde die Belohnung für einen starken Herbst noch zu entgleiten. Nur Rapid hat in diesem Jahr weniger Punkte geholt. „Wir wollen in den letzten Runden aus eigener Kraft unter den Top Drei landen. Deshalb ist ein Heimsieg Pflicht“, sagte der Niederösterreicher, der diesmal auf den gesperrten Louis Ngwat-Mahop verzichten muss, dafür wieder Philipp Netzer und Christian Schilling zur Verfügung hat. Der Wunsch nach einem Sieg ist groß, erfüllte sich aber zuletzt siebenmal in Folge nicht.

„Die Grazer haben ein sehr schnelles Umschaltspiel, viele dynamische Spieler in ihren Reihen. Das müssen wir unterbinden“, warnte Scherb, der mit seiner Truppe Anfang März in Graz als klarer 0:3-Verlierer vom Platz ging: „Sturm ist ein Gegner, mit dem wir auswärts einige Probleme hatten, das wollen wir jetzt umdrehen.“

Links: