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Schwerer Rückschlag für Braunschweig

Noch nicht fix, aber fast schon Gewissheit: Die beiden Absteiger Hannover 96 und der VfB Stuttgart haben gute Chancen auf die direkte Rückkehr in die deutsche Bundesliga. Hannover besiegte den Tabellenführer Stuttgart im Topspiel der zweiten Liga am Sonntag 1:0 und hat vor dem 34. und letzten Spieltag wie Stuttgart 66 Punkte.

Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena traf Felix Klaus zum 1:0 (40. Minute). Bei Hannover traf außerdem ÖFB-Stürmer Martin Harnik in der 85. Minute die Stange. Bei Stuttgart spielte ÖFB-Legionär Florian Klein bis zur 77. Minute.

Jubel von Miiko Albornoz und Felix Klaus (Hannover)

Reuters/Fabian Bimmer

Felix Klaus (r.) schoss Hannover so gut wie fix zurück in die Bundesliga

Weil Verfolger Eintracht Braunschweig gegen Nachzügler Arminia Bielefeld mit 0:6 unterging und das schlechteste Torverhältnis der drei Spitzenteams hat, können sich Hannover und der VfB womöglich sogar eine knappe Niederlage leisten. Ein Punkt reicht beiden in jedem Fall.

Braunschweig hat Relegation sicher

Der bisherige Zweite Braunschweig vergab seine glänzende Ausgangsposition durch das überraschende Debakel beim bisherigen Vorletzten Bielefeld. Nach ihrer höchsten Saisonniederlage in der zweiten Liga fielen die Niedersachsen mit 63 Punkten auf Rang drei zurück. Bielefeld kann hingegen mit nun 36 Zählern auf den Klassenverbleib hoffen. Vor 24.100 Zuschauern zeigte der Ex-Salzburger Reinhold Yabo mit drei Treffern (65./67./76. Minute) eine überragende Leistung.

Bei drei Punkten Rückstand und der um sechs beziehungsweise zehn Treffer schlechteren Tordifferenz benötigt Braunschweig für den direkten Aufstieg nicht nur einen möglichst deutlichen Sieg gegen Karlsruhe, sondern auch eine klare Niederlage von Hannover in Sandhausen oder eine ganz klare von Stuttgart gegen Würzburg. Die Teilnahme an der Relegation gegen den Hamburger SV, den VfL Wolfsburg oder den FC Augsburg hat Braunschweig aber schon sicher, da Union Berlin (mit Hosiner, Trimmel und Pogatetz) gegen Heidenheim mit 0:1 (0:0) verlor.

Würzburg auf dem Weg zurück, 1860 zittert

Am anderen Ende der Tabelle wird es hingegen im Abstiegskampf eng für die Würzburger Kickers, den Partnerclub von Admira Wacker. Würzburg kassierte mit Jörg Siebenhandl im Tor eine 0:1-Heimniederlage gegen Sandhausen (Marco Knaller und Stefan Kulovits), rutschte auf einen Abstiegsplatz und liegt weiter zwei Punkte hinter 1860 München.

Würzburg ist im Jahr 2017 noch sieglos und war erst in der Vorsaison aus der dritten Liga aufgestiegen. Die „Löwen“ von Michael Liendl, die Bochum zu Hause mit 1:2 unterlagen, müssten mit 36 Zählern nach derzeitigem Stand in die Relegation. Zittern muss auch Kaiserslautern noch, Erzgebirge Aue und Fortuna Düsseldorf sind vor dem direkten Duell jedoch fast gerettet.

Zweite deutsche Bundesliga

33. Runde

Sonntag, 14. Mai:
Hannover Stuttgart 1:0
Bielefeld Braunschweig 6:0
Union Berlin Heidenheim 0:1
Karlsruhe Dresden 3:4
St. Pauli Greuther Fürth 1:1
1860 München Bochum 1:2
Nürnberg Düsseldorf 2:3
Würzburg Sandhausen 0:1
Aue Kaiserslautern 1:0

Tabelle

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