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Liverpool auf Champions-League-Kurs

Tottenham Hotspur hat sich mit einem 2:1-Heimsieg über Englands Rekordmeister Manchester United von seiner alten Heimstätte an der White Hart Lane verabschiedet. Die letzten Tore im fast 120 Jahre alten Stadion, das einer neuen Arena weicht, erzielten Victor Wanyama (6.) und Harry Kane (48.) beziehungsweise Wayne Rooney (71.). Ab kommender Saison übersiedeln die Spurs temporär ins Wembley-Stadion.

Tottenham - ÖFB-Verteidiger Kevin Wimmer saß auf der Ersatzbank der Spurs - beendet die Saison damit definitiv als Zweiter hinter dem frisch gebackenen Champion FC Chelsea. Im Vorjahr hatte man die Premier League hinter Sensationsmeister Leicester City mit Christian Fuchs und Arsenal auf dem dritten Platz beendet.

Jubel von Harry Kane (Tottenham)

Reuters/Action Images/Andrew Couldridge

Harry Kane und Co. verabschiedeten sich mit einem Sieg von der „Lane“

Nach dem Schlusspfiff stürmten Hunderte Fans den Rasen, um Erinnerungsfotos zu schießen und mit den Spielern zu feiern. Danach begann an der „Lane“ eine stimmungsvolle Zeremonie. Am neuen Stadion wird bereits seit einigen Jahren gebaut, und zwar unmittelbar neben dem alten. Dieses wird nun abgerissen, um Platz für die Fertigstellung der modernen Tottenham-Arena zu machen. Die Namensrechte wurden noch nicht vergeben bzw. verlautbart.

Letzte United-Chance im Europa-League-Finale

Die sechstplatzierten Gäste dagegen verspielten durch die Niederlage die letzte theoretische Chance, über die Premier League in die Champions League zu gelangen. Allerdings wäre Manchester United mit einem Erfolg im Europa-League-Finale gegen Ajax Amsterdam fix in der Gruppenphase der „Königsklasse“.

Auf ein Antreten in der Eliteliga darf auch Liverpool hoffen. Dank des 4:0-Auswärtssieges über West Ham können die „Reds“ mit drei Punkten vor eigenem Publikum in der letzten Runde gegen Absteiger Middlesbrough zumindest Rang vier fixieren, der zum Antreten in der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Hull steht als dritter Absteiger fest

Nach Sunderland und Middlesbrough steht seit Sonntag Hull City als dritter und letzter Absteiger aus der Premier League fest. Bei Crystal Palace gingen die „Tigers“ mit 0:4 unter und haben eine Runde vor Schluss unaufholbare vier Punkte Rückstand auf Swansea City. Während Palace mit dem Erfolg den Klassenerhalt sicherstellte, muss Hull nach 2010 und 2015 zum insgesamt dritten Mal innerhalb von sieben Jahren den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Kuriose Szene rettet ManCity Sieg

Manchester City hatte bereits am Samstag einen wichtigen Schritt in Richtung direkte Qualifikation für die Champions League gemacht. Das Team von Coach Josep Guardiola schlug im Etihad-Stadion Vorjahresmeister Leicester City knapp mit 2:1 (2:1) und zog in der Tabelle am FC Liverpool vorbei. David Silva (29.) und Gabriel Jesus (36./Elfmeter) trafen im Heimspiel. Shinji Okazaki (42.) erzielte mit einem sehenswerten Volleyschuss das Anschlusstor für die Gäste, bei denen Christian Fuchs als Linksverteidiger durchspielte.

Riyad Mahrez (Leicester City) schießt einen Elfmeter gegen Manchester City

APA/AFP/Paul Ellis

Auf dieses Weise wird auch nicht jeden Tag ein Elfmeter vergeben

City hatte am Ende aber Glück, denn ein auf kuriose Art vergebener Elfmeter in der 77. Minute rettete die drei Punkte. Riyad Mahrez rutschte beim Penalty aus und schoss sich selbst auf den Standfuß. Der Ball ging zwar ins Tor, doch der Referee erkannte den Treffer nicht an, da Mahrez den Ball doppelt berührt hatte und somit einen Regelverstoß beging. Allerdings hätte auch Silvas Treffer wegen einer Abseitsposition von Raheem Sterling nicht zählen dürfen.

Premier League

37. Runde

Freitag, 12. Mai:
Everton Watford * 1:0
West Bromwich Chelsea 0:1
Samstag, 13. Mai:
Manchester City Leicester City * 2:1
Bournemouth Burnley 2:1
Middlesbrough Southampton 1:2
Sunderland Swansea City 0:2
Stoke City ** Arsenal 1:4
Sonntag, 14. Mai:
Crystal Palace Hull City 4:0
West Ham Liverpool 0:4
Tottenham Manchester United 2:1
* Prödl bzw. Fuchs spielten durch
** Arnautovic bis 81. Minte

Tabelle

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