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Austria hält souverän Kurs auf Europacup

Die Wiener Austria hat eine imposante Wende hingelegt. Mitte April standen die Violetten im Rennen um die Europacup-Startplätze nach vier Niederlagen in Folge noch in der Talsohle. Einen Monat später herrscht wieder eitel Wonne: Mit einem 3:0 gegen das chancenlose Schlusslicht Ried holte die Austria am Samstag den vierten Sieg in den jüngsten fünf Spielen.

13:2 lautet das Torverhältnis in dieser Erfolgsphase. „Wenn wir so weiterspielen, habe ich keine Angst. Man sieht, dass die Mannschaft Qualität hat, wenn man die Zügel anzieht“, sagte Tarkan Serbest. Der Mittelfeldmann besorgte bereits in der 31. Minute den dritten Treffer für die Hausherren, der die Fans umgehend künftige internationale Auftritte besingen ließ.

Kayode zieht mit Alar gleich

Bei den ersten beiden Toren hatten sich Akteure ausgezeichnet, die das Spiel der Austria in den vergangenen Wochen geprägt haben. Ein wieder stark aufspielender Raphael Holzhauser glänzte als Einfädler, Stürmer Olarenwaju „Larry“ Kayode als Vollstrecker. Der Nigerianer erzielte sieben Tore in den vergangenen sechs Runden und macht nun Jagd auf die Torjägerkrone.

Olarenwaju Kayode (Austria)

GEPA/Christian Ort

Austria-Stürmer Kayode durfte in dieser Saison schon 16-mal über ein Tor jubeln

Mit 16 Treffern in der laufenden Saison hält der seit Kurzem 24-Jährige nun bei ebenso vielen wie Sturms Deni Alar. Seine Auszeichnung würde natürlich auch die Austria freuen. „Wir möchten alles kriegen, was wir kriegen können. Er arbeitet im Training hart“, fand Trainer Thorsten Fink lobende Worte.

„Mein Bestes ist noch nicht gekommen“

An Selbstvertrauen mangelt es Kayode jedenfalls nicht. „Mein Bestes ist noch nicht gekommen“, meinte der pfeilschnelle, ob einer gewissen „Fallsucht“ auch polarisierende Angreifer, darauf angesprochen, ob man derzeit den besten Kayode im Austria-Dress sehe. Er wolle „einer der besten Spieler Afrikas werden“. Dass es im Frühjahr bereits zu einer Einberufung ins Nationalteam Nigerias gereicht hat, sei dabei hilfreich. „Es ist eine gute Möglichkeit, dort zu zeigen, was ich kann.“

Interessant macht sich der in der mittlerweile geschlossenen Red-Bull-Akademie in Ghana ausgebildete Kayode mit seinen Toren allemal. Schon im Winter beschäftigte sich die Gerüchteküche mit seiner Person, Sportdirektor Franz Wohlfahrt bestätigte Anfragen. Konkret wurde jedoch nichts.

Vizemeistertitel in Griffweite

Im Sommer könnte das Interesse an dem vor zwei Jahren aus Israel nach Wien gewechselten Stürmer erneut aufflammen. Kayode, der bei der Austria noch bis Juni 2019 unter Vertrag steht, erklärte dazu: „Wir werden sehen, was passiert.“ Sein Coach Fink sieht für einen möglichen Wechsel seines Schützlings genug Potenzial: „Er will eine Liga höher. Wenn er so weitermacht, wird er es schaffen.“

Seine Ausbeute auffetten kann Kayode noch in den Spielen beim WAC in der kommenden Woche, gegen den alten und neuen Meister Salzburg (25.5.) und zum Saisonabschluss bei der Admira (28.5.). Danach wollen die Austrianer die Saison als Vizemeister abschließen. Derzeit deutet wenig darauf hin, dass die im ersten Jahr unter Fink am Ende drittplatzierten Favoritner das nicht schaffen werden. „Im Moment können wir alles. Gut stehen, gut kontern und Ballbesitzfußball auch“, lautete das Zwischenresümee des Deutschen.

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