Großes Lob von Nadal
Zwei Wochen vor Beginn der French Open hat Dominic Thiem seine starke Form in Madrid erneut unter Beweis gestellt. Die knappe 6:7 (8/10) 4:6-Finalniederlage gegen „Sandplatzkaiser“ Rafael Nadal macht ihn nun auch zu einem Mitfavoriten beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Paris.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Hatte Thiem Ende April im Finale von Barcelona beim 4:6 1:6 gegen Nadal noch relativ klar das Nachsehen gehabt, so war er am Sonntag ein ebenbürtiger Gegner. Das sah auch der nunmehr fünffache Madrid-Sieger aus Spanien so: „Die Wahrheit ist, dass ich gegen einen Gegner gespielt habe, der in den nächsten fünf bis zehn Jahren um die wichtigsten Titel im Tennis kämpfen wird. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich gewonnen habe.“
„Eine der besten Wochen“
Thiem hörte das natürlich gerne. „Das freut mich riesig, es gibt kein besseres Kompliment und auch von niemandem Besseren als von ihm“, sagte der seit Montag auf Platz sieben der Weltrangliste gereihte Niederösterreicher. "Es war eine der besten Wochen meines Lebens, tennismäßig einer der größten Erfolge auf jeden Fall, erklärte er nach einem „guten Match auf sehr hohem Level“.

APA/AP/Daniel Ochoa de Olza
Am Sonntag waren Thiem und Nadal auf Augenhöhe
„Ich war viel besser und näher dran als in Barcelona, da bin ich ziemlich vorgeführt worden, heute war es ein ziemlich offenes Match“, erklärte Thiem nach der Partie. „Ich hoffe, dass ich noch ein paar Möglichkeiten kriege, ihn irgendwann wieder zu biegen.“ Im Vorjahr ist es ihm im Halbfinale von Buenos Aires schon einmal gelungen.
Level beibehalten
Mit dem Turniersieg in Rio de Janeiro und den Finalteilnahmen in Barcelona und Madrid ist Thiem heuer der zweiterfolgreichste Spieler auf Sand nach Nadal. Nach seiner Premiere in einem Masters-1000-Finale hat der Niederösterreicher nun bereits das nächste Ziel ins Auge gefasst. „Ich habe zwei super Turniere gespielt und hoffe, dass ich das Level jetzt beibehalten kann.“
Thiem verpasst ersten 1000er-Titel
Dominic Thiem befindet sich in der Form seines Lebens. Nach einer sensationellen Woche in Madrid musste er sich im Finale Rafael Nadal nur ganz knapp geschlagen geben.
Diese Woche in Rom ist er neuerlich als Nummer acht gesetzt. Nach einem Freilos wartet in der zweiten Runde wie im Madrid-Halbfinale Pablo Cuevas aus Uruguay, gegen den es im Head-to-Head 1:1 steht.
Bereit für die French Open
Das mit 4,5 Millionen Euro dotierte Turnier in der italienischen Hauptstadt ist die Generalprobe für das Grand-Slam-Turnier in Paris, das Ende Mai beginnt. Dort hat der Lichtenwörther ein Semifinale aus dem Vorjahr zu verteidigen. „Das Finale in Madrid war natürlich sehr wichtig und stimmt mich zuversichtlich für die restliche Sandplatzsaison. 600 Punkte hat man sehr gerne in der Tasche, vor allem auch im Hinblick auf das Verteidigen des Semifinales in Paris“, erklärte Thiem.
Sein Selbstvertrauen ist groß, der Druck aufgrund der starken Auftritte allerdings auch gewachsen. Thiem muss, nachdem er 2017 auf Sand nur in Monte Carlo nicht im Finale stand, mit der Rolle als Mitfavorit umgehen.
Gute Erfahrung mit Nyström
In den „zwei unglaublichen Wochen“ in Spanien wurde Österreichs Nummer eins von Joakim Nyström gecoacht. „Er war ein großartiger Spieler, hat fast überall Turniere gewonnen. Er hilft mir sehr mit seiner Erfahrung“, sagte Thiem über den 54-jährigen Schweden, der während seiner aktiven Karriere als Siebenter im Ranking genauso weit vorne stand wie sein Schützling jetzt.
In Rom hat Thiem nun wieder seinen Coach Günter Bresnik an der Seite. „Ich habe jeden Tag mit ihm telefoniert, eine Stunde vor dem Spiel, die Taktik besprochen und wie ich spielen soll“, sagte der achtfache ATP-Turniersieger vor dem Abflug nach Rom.
Links: