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Weltcup-Finale ohne Titelverteidiger

Das 49er-Segelduo Benjamin Bildstein und David Hussl ist weiter vom Verletzungspech verfolgt. Steuermann Bildstein blieb beim Training in Santander bei einer Kenterung nach Materialbruch mit dem linken Fuß in der Sicherungsfixierung hängen, zog sich dabei einen Muskeleinriss im Unterschenkel, ein eingerissenes Außenband und Fußverletzungen zu. Er muss bis zu sechs Wochen pausieren.

Die Verletzung passierte schon am Freitag vor einer Woche, wie einer Pressemitteilung am Donnerstag zu entnehmen war. Bildstein und Hussl steckten mitten in der Vorbereitung auf das Weltcup-Finale von 8. bis 11. Juni vor Santander, wo sie den Weltcup-Gesamtsieg aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen wollten. „Das Wetter am Freitag war rau, es hatte fünf Windstärken und hohe Wellen. Wir hatten die Bedingungen im Griff, waren gut drauf“, erzählte Bildstein.

Benjamin Bildstein

APA/Hans Klaus Techt

Mitten in den Vorbereitungen auf das Weltcup-Finale passierte das Missgeschick

Doch dann brach auf der Vorwind die Saling am Mast, und das Boot kenterte. „Wenn die Saling bricht, hast du keine Zeit mehr, um aus der Fixierung rauszukommen“, erklärte der Vorarlberger, der sich im Fuß sämtliche Zehenstrecker einriss, Bänder, Sehnen und Muskel überdehnte und quetschte. Operation ist keine notwendig, Bildstein lässt sich im Olympiazentrum Vorarlberg behandeln. Der Plan ist, bei der EM in Kiel von 30. Juli bis 4. August am Start zu stehen.

Dritte Verletzung in zwei Jahren

Es ist die dritte Verletzung eines der zwei Segler binnen etwas mehr als zwei Jahren. Im Februar 2015 musste Bildstein an der Schulter operiert werden und vier Monate pausieren, im darauffolgenden August holte das Duo dennoch den Junioren-Weltmeistertitel. Im März 2016 verletzte sich Hussl bei einem Radsturz, riss sich ein Band zwischen Schlüsselbein und Oberarmknochen. Im Dezember wurden sie Gesamtweltcup-Sieger.

„Diese Situationen haben uns mental enorm gestärkt, wir haben danach immer unglaublich hart trainiert. Jetzt heißt es den Kopf nicht hängen lassen und an der Situation wachsen“, gab sich Bildstein zuversichtlich.

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