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Viertes Double in Folge möglich

Bierduschen sind bei Red Bull Salzburg zumindest vorerst wieder passe. Nach den Feierlichkeiten über den vierten Meistertitel in der tipico-Bundesliga ist das nächste Ziel klar: Im Finale des ÖFB-Samsung-Cups am Donnerstagabend in Klagenfurt (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) soll erstmals das vierte Double in Serie eingefahren und damit Geschichte geschrieben werden.

Salzburg will das Double

Der Meistertitel ist in Salzburg bereits abgefeiert - nun soll am Donnerstag mit einem Sieg im ÖFB-Cup-Finale über Rapid das Double folgen.

„Wir sind bereit. Wir haben die Meisterparty genossen, aber jetzt wollen wir dieses Spiel gewinnen“, sagte Valentino Lazaro, der am 13. Mai in der 33. Runde mit seinem Treffer beim 1:0 gegen Rapid die vorzeitige Titelentscheidung fixiert und die Feiern eingeleitet hatte. „Die Stimmung wird sicher super, auch wenn es für uns wohl wie ein Auswärtsspiel sein wird. Aber das muss noch zusätzliche Motivation sein, wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen.“

Paulo Miranda and Diadie Samassekou (RBS)

GEPA/Mathias Mandl

Ausgerechnet gegen Rapid machte Salzburg in der 33. Runde schon vorzeitig alles klar

Mit einem Cupfinale nach Bundesliga-Schlusspfiff sind Lazaro und Co. bereits vertraut. „Es ist nicht schwierig, sich wieder zu fokussieren. Wir haben es letztes Jahr auch so gemacht“, erinnerte der ÖFB-Teamspieler an das Vorjahr, als die Admira im Endspiel mit 5:0 abgefertigt wurde. Mit Rapid wartet nun aber ein Gegner, der einiges gutzumachen hat. Mehr als 10.000 Fans der Grün-Weißen werden im Wörthersee Stadion erwartet. Aus Salzburg haben sich deutlich weniger angesagt.

ÖFB-Cup-Finale in Klagenfurt

Donnerstag, 20.30 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

Rapid Wien - Red Bull Salzburg

Wörthersee Stadion, SR Hameter

Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Knoflach - Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel - Auer, Schwab - Thurnwald, Schaub, Murg - Joelinton

Salzburg: Stankovic - Schwegler, Miranda, Wisdom, Ulmer - Lainer, Laimer, Samassekou, Berisha - Hwang, Wanderson

Lazaro freut sich auf „Auswärtsspiel“

Lazaro freute sich dennoch auf einen würdigen Saisonabschluss und einen hochmotivierten Gegner. „Wenn es mehr Rapid-Fans als Salzburger sind, muss das zusätzliche Motivation für uns sein. Wenn man ein Tor schießt und das Stadion wird leiser, ist das auch schön“, sagte der Flügelspieler. Er dürfte am Donnerstag ebenso in der Start-Elf stehen wie Cican Stankovic, die bisher im Cup stets eingesetzte Nummer zwei hinter Stammkeeper Alexander Walke.

Trainer Oscar Garcia bestätigte am Dienstag das Vertrauen in den 24-Jährigen, der im Ligafinish zu zwei Vollzeiteinsätzen gekommen war. Ein kleines Fragezeichen stand noch hinter Andreas Ulmer, der sich weiter mit Knieproblemen herumschlägt. Für das Endspiel sollte der Linksverteidiger aber fit werden. „Wir müssen bereit sein, im letzten Saisonspiel alles zu geben. Wir dürfen aber auch nicht zu emotional in das Spiel gehen, nur weil es ein Finale ist. Das könnte uns schaden“, betonte der Spanier.


Oscar Garcia (RBS)

GEPA/Felix Roittner

Garcia hofft, dass seine Spieler nicht zu emotional in die Partie gehen werden

Druck lastet auf Rapid

Allerdings könne seine Mannschaft befreit aufspielen. „Der ganze Druck liegt wohl bei Rapid, denn sie haben nur noch dieses eine Spiel, wenn sie nächste Saison in Europa spielen wollen“, sagte Garcia. Entsprechend vorsichtig ist auch Valon Berisha. „Wir wissen, dass es ein schwieriges Spiel wird, auch weil es für Rapid um alles geht. Es war eine schwierige Saison für sie, in der Meisterschaft ist es nicht so gut gelaufen. Wenn sie jetzt das Cupfinale nicht gewinnen, wäre das für sie eine Katastrophe“, sagte der 24-jährige kosovarische Teamspieler, der seinen Vertrag erst letzte Woche bis 2020 verlängert hatte.

Garcia kann sich beim Finalduell aber nicht nur auf seine Spieler, sondern auch auf die Statistik verlassen. Seit sieben Partien warten die Hütteldorfer auf einen Sieg gegen den Serienmeister, wobei fünf davon verloren gingen. Der seit Frühjahr 2016 amtierende Coach ist gegen Rapid bei zwei Unentschieden und drei Siegen damit überhaupt noch ungeschlagen. Und auch im Cup könnten die „Bullen“ ihre Serie an gewonnenen Spielen weiter ausbauen. Bei einem Erfolg am Donnerstag über Rapid ginge Salzburg zum insgesamt 24. Mal in Serie als Sieger vom Platz.

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