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Emotionaler Auftakt in Turnierserie

Bernd Wiesberger ist ein Weltreisender in Sachen Golf. Der fünffache Turniersieger hat heuer schon auf drei Kontinenten abgeschlagen, doch das Heimturnier der Europa-Tour, die am Donnerstag startenden Lyoness Open in Atzenbrugg (ORF Sport + überträgt live ab 10.45 Uhr) liegen ihm „nah am Herzen“.

Dank seiner starken Form ist die Freude des Burgenländers am Spiel derzeit groß, das will er nun auch in Niederösterreich in ein Topresultat umsetzen. „Es gibt kein Turnier, das mir emotional so nahegeht.“

Zehn Starts hat Wiesberger heuer bisher absolviert und ist nicht zuletzt dank des Sieges in Shenzhen (China) mit 1,105 Millionen Euro Siebenter der Saisonwertung der Europa-Tour.

Sechs Turniere in sieben Wochen

Die Lyoness Open bilden für ihn den Auftakt zu einem heißen Sommer. In den kommenden sieben Wochen hat er sechs Turniere eingeplant - mit den Major-Bewerben US Open in der nächsten Woche und den 146. British Open ab 20. Juli als Höhepunkten.

Um da weiterhin Spitzenleistungen zu bringen, hat der 31-Jährige vergangene Woche mit seinem Coach Philippe de Busschere speziell trainiert. „Es hatten sich in allen Bereichen ein paar Fehler eingeschlichen. Jetzt hat sich die Form positiv entwickelt, und ich bin auch für die großen Turniere im Sommer gut vorbereitet“, sagte Wiesberger im Diamond Country Club in Atzenbrugg.

Zweiter Heimsieg wäre schön

Dort hat Wiesberger 2012 gewonnen. „Ich würde mich gerne neuerlich zum Sieger küren, doch das Feld ist stark“, sagte er. „Wenn ich aber mein Spiel durchziehen und vor dem Heimpublikum mit viel Freude spielen kann, bin ich sicher, dass ich eine gute Leistung abrufen kann.“

Bernd Wiesberger gewinnt bei den "Lyoness Open 2012"

APA/Andreas Pessenlehner

Wiesberger will seinen Coup des Jahres 2012 wiederholen und seinen zweiten Sieg beim Heimturnier feiern

Der Oberwarter hat natürlich auch Schwächephasen erlebt - 2015 hat er etwa bei den Lyoness Open sogar den Cut verpasst, und auch in der ersten Jahreshälfte 2016 gab es Tiefs. Er ließ sich aber davon nicht beirren. „Wenn es nicht so gut läuft, erinnere ich mich an positive Dinge.“ Seine Devise: „Weiterarbeiten und nicht aufgeben. So habe ich mich einige Male in die Position gebracht, um den Sieg mitzuspielen.“

Brier schätzt Wiesberger hoch ein

Wiesberger ist der erfolgreichste heimische Golfer, auch wenn das beste Major-Resultat immer noch von Markus Brier stammt. Der mittlerweile 48-jährige Wiener, der nach längerer Turnierpause ebenfalls im Tullnerfeld abschlägt, war 2007 bei den British Open Zwölfter.

Brier kennt die Vorzüge Wiesbergers und traut dem aktuellen 29. der Weltrangliste viel zu. „Seine Kombination aus Konstanz und Länge und Athletik ist eine gute, das wird weit nach oben gehen.“

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