Nach Fünfsatzkrimi im Finale
Der Schweizer Stan Wawrinka hat bei den French Open das Endspiel erreicht. Der Roland-Garros-Sieger von 2015 setzte sich am Freitag in einem hochklassigen und dramatischen Halbfinale gegen den topgesetzten Vorjahresfinalisten Andy Murray nach 4:34 Stunden mit 6:7(6/8) 6:3 5:7 7:6 (7/3) 6:1 durch.
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Damit gelang dem 32-Jährigen die Revanche für die Halbfinal-Niederlage vor einem Jahr gegen den Schotten. „Es war eine unglaubliche Begegnung, Respekt an Andy“, sagte Wawrinka, der mit 32 Jahren und 75 Tagen der älteste Paris-Finalist seit dem Jugoslawen Nikola Pilic (33 Jahre und 280 Tage) im Jahr 1973 ist.

APA/AP/Michel Euler
Andy Murray und Stan Wawrinka lieferten einander ein hochklassiges Match
„Ich bin überglücklich. Es ist unglaublich, dass ich hier wieder im Finale stehe“, sagte der French-Open-Sieger von 2015. Murray zeigte sich als fairer Verlierer. „Er hat am Ende einfach zu gut gespielt. Ich kann mit dem Verlauf des Turniers trotzdem ganz zufrieden sein“, meinte der Schotte.
Packender Schlagabtausch
Murray und Wawrinka lieferten einander auf dem Court Philippe Chatrier von Beginn an einen packenden Schlagabtausch. Wawrinka versuchte, die Partie mit seinen druckvolleren Schlägen zu bestimmen, doch Murray überzeugte wie schon in den Runden zuvor mit exzellenter Defensivarbeit. Der Vorjahresfinalist sicherte sich den ersten Satz nach 68 Minuten im Tiebreak, nachdem er einen Satzball abwehrte. Für den Schweizer war es der erste Satzverlust im gesamten Turnierverlauf.
Als Wawrinka im Tiebreak des vierten Durchgangs nach fast vier Stunden der Satzausgleich gelang, war die Vorentscheidung gefallen. Während Murray nun auch körperlich abbaute, konnte sich der Schweizer sogar noch steigern und holte sich seinen zweiten Finaleinzug in Roland Garros mit seinem ersten Matchball. Insgesamt gelangen Wawrinka unglaubliche 87 Winner - und das gegen Murray, den besten Defensivkünstler auf der ATP-Tour.
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