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Ohne Satzverlust zu Turniersieg

Rafael Nadal hat sich seinen Traum erfüllt und zum zehnten Mal die French Open gewonnen. Der Spanier setzte sich am Sonntag im Finale von Paris gegen den Schweizer Stan Wawrinka mit 6:2 6:3 6:1 durch und zeigte dabei eine absolute Weltklasseleistung. Nadal benötigte gerade einmal 2:05 Stunden für seinen Triumph beim mit 33,8 Millionen Euro dotierten Sandplatzklassiker.

„Für mich ist das ein unglaublicher Moment, hier la Decima geschafft zu haben“, sagte Nadal nach seiner Galavorstellung. „Mein Französisch ist sehr schlecht und im Moment noch schlechter, weil ich sehr emotional bin“, sagte der Spanier in einem Mix aus Englisch und Französisch. „Das Gefühl, das ich hier habe, das Adrenalin, das ich hier spüre, ist mit keinem anderen Turnier zu vergleichen.“

Rafael Nadal

APA/AP/Christophe Ena

Nach dem Triumph gab sich Nadal seinen Emotionen hin

Nadal, der im Halbfinale gegen den Niederösterreicher Dominic Thiem die Oberhand behalten hatte, ist überhaupt der erste Spieler seit Einführung des Profitennis, der ein Grand-Slam-Turnier zehnmal für sich entscheiden konnte. Insgesamt war es sein 15. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere der Welt, womit er alleiniger erster Verfolger des in dieser Wertung führenden Roger Federer ist.

Nadal holt zehnten Titel in Paris

Rafael Nadal bleibt auch im Finale der French Open der unangefochtene Sandplatzkönig. Der Spanier setzte sich mühelos gegen den Schweizer Stan Wawrinka durch und sicherte sich zum zehnten Mal den Titel in Paris.

Der Schweizer hält seit seinem heurigen Triumph bei den Australian Open bei 18 Erfolgen. In der Weltrangliste wird Nadal, er erhält für seinen Paris-Triumph 2,1 Millionen Euro, ab Montag Zweiter sein. Im Verlauf der French Open 2017 gab der 31-Jährige in sieben Spielen (zum dritten Mal nach 2008 und 2010) keinen Satz und insgesamt nur 35 Games ab. Wawrinka dagegen verlor erstmals ein Grand-Slam-Finale, seine ersten drei hatte er gewonnen.

Nadal spielt entfesselt auf

Der 32-Jährige konnte gegen den entfesselt aufspielenden Nadal nur die erste halbe Stunde mithalten. Der Schweizer hatte sogar den ersten Breakball der Partie, konnte diesen aber nicht zur 2:1-Führung nutzen. Danach bestimmte Nadal das Geschehen auf seinem absoluten Lieblingsplatz nach Belieben. Der Mallorquiner ließ Wawrinka mit seinem druckvollen Spiel kaum Luft zum Atmen, hetzte ihn phasenweise derart von einer Ecke in die andere, dass man schon ein bisschen Mitleid mit dem Paris-Champion von 2015 bekommen konnte.

Rafael Nadal

APA/AP/David Vincent

Mit druckvollem Spiel hatte Nadal dem Schweizer die Schneid abgekauft

Seinen insgesamt sechsten Breakball nutzte Nadal zum 4:2. 33 Minuten waren da gespielt. Nur neun Minuten später hatte sich Nadal den ersten Satz mit 6:2 gesichert. Auch im zweiten Abschnitt machte Nadal mit seinem Gegner, was er wollte. Dem Spanier gelang ein schnelles Break, Wawrinka biss vor lauter Verzweiflung sogar in einen Tennisball. So chancenlos war er wohl selten in seiner Karriere.

Aus Frust den Schläger zerstört

Mitte des zweiten Satzes traf Nadal einen Vorhand-Winner die Linie entlang, ohne hinzuschauen. Dieser Schlag sagte alles über seine Dominanz aus. Dabei spielte Wawrinka nicht einmal schlecht. Zwar konnte er nicht an seine starke Leistung aus dem Halbfinale gegen Andy Murray anknüpfen, gegen jeden anderen Spieler auf der Welt hätte er aber wohl eine Chance gehabt. Nicht aber gegen Nadal, der sein Weltklassetennis einfach gnadenlos weiterspielte.

Stan Wawrinka

APA/AP/Michel Euler

Wawrinka wusste sich im Endspiel einfach nicht zu helfen

Gegen Ende des zweiten Satzes zerstörte Wawrinka aus Frust den Schläger und kassierte dafür eine Verwarnung - sein geringstes Problem an diesem Tag. Denn Nadal zeigte auch im dritten Satz keine Gnade. Zu Beginn gelang ihm wieder ein Break, Wawrinka konnte nur noch den Kopf schütteln. Als ihm irgendwann doch einmal ein spektakulärer Punkt gelang, animierte er die Zuschauer zum Applaus - wohlwissend, dass das nicht mehr so oft der Fall sein würde. Wenig später war die Partie vorbei.

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