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Zweijahresvertrag mit Option

Zwei Tage nach dem WM-Qualifikationsspiel in Dublin gegen Irland hat Teamtorhüter Heinz Lindner in der Frage nach seiner sportlichen Zukunft die Katze aus dem Sack gelassen. Der 26-jährige Oberösterreicher unterschrieb Mitte Juni einen neuen Vertrag beim Grasshopper Club Zürich, dem Stammclub von Teamchef Marcel Koller. Dort erhält Lindner im Gegensatz zu Eintracht Frankfurt das Einserleiberl.

„Heinz Lindner war unser Wunschkandidat. Mit seiner Verpflichtung konnten wir bereits einen wichtigen Teil beim Aufbau einer schlagkräftigen ersten Mannschaft vollziehen“, wurde Sportchef Mathias Walther auf der Vereinswebsite der Grasshoppers zitiert. Lindner unterschrieb beim 27-fachen Schweizer Meister für zwei Jahre mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr.

Heinz Lindner (Frankfurt)

GEPA/Witters/Uwe Speck

In Frankfurt stand Lindner nicht oft im Tor, das soll sich in Zürich ändern

Bei Zürich ersetzt Lindner den 26-jährigen Joel Mall, der nach Deutschland zu Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt gewechselt ist. Sein Konkurrent bei Zürich ist der ehemalige serbische U21-Teamtormann Vaso Vasic. Der Oberösterreicher soll seinen Teil dazu beitragen, dass die Grasshoppers wieder an der Spitze der Schweizer Super League mitmischen können. Nach einer verpatzten Saison mit Platz acht verpasste der Rekordmeister und Rekordcupsieger einen internationalen Startplatz deutlich.

Nummer eins war primäres Ziel

„Es war schon das primäre Ziel, die Nummer eins zu sein - auch hinsichtlich des Nationalteams“, hatte Lindner schon während des Vorbereitungscamps auf die Partie in Irland in Stegersbach betont. „Es bringt nichts, jetzt irgendwo hinzugehen, wo man vielleicht wieder die Nummer zwei ist.“ Bei Frankfurt war der 26-Jährige in zwei Jahren nicht an Lukas Hradecky vorbeigekommen und hatte nur drei Pflichtspiele für die Eintracht absolviert.

Aufgrund der Ausfälle von Robert Almer (Knieverletzung) und Andreas Lukse (Schulterverletzung) ist Lindner, der auch im März gegen Moldawien (2:0) und Finnland (1:1) das Tor gehütet hatte, aktuell im ÖFB-Team die klare Nummer eins. Für sein Ziel, diese Rolle in Zukunft auch längerfristig zu bekleiden, sei es eine Grundvoraussetzung, auch beim Club regelmäßig zum Einsatz zu kommen. „Nicht zu spielen hat kein Profisportler gerne.“

Herzensclub des Teamchefs

Damit ist Lindner der zweite österreichische Legionär in der Schweizer Super League. Mittelfeldspieler Thorsten Schick mit Trainer Adi Hütter wurde in der vergangenen Saison mit den Young Boys Bern ungefährdet Vizemeister, hinter dem FC Basel mit Marc Janko. ÖFB-Teamstürmer Janko ist vor Kurzem in die tschechische Liga zu Sparta Prag gewechselt.

Die Grasshoppers sind Stammverein von ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Der ehemalige Mittelfeldspieler holte mit dem Verein als Profi siebenmal die Meisterschaft und fünfmal den Cup. Als Trainer führte Koller die Zürcher zum bis dato letzten Meistertitel. Der ist allerdings schon eine längere Zeit her. 2003 durften die Grasshoppers bisher zum letzten Mal den Titel feiern.

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